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		<title>Zwitschergeschichten &#8211; Konstantin und der kleine süße Laptop</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 07:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clife & Kreatives]]></category>
		<category><![CDATA[Zwitscher-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Konstantin seinen Laptop im Zug startete, öffnete sich zunächst nur ein einziges Fenster ins Internet. Konstantin war erst einmal zufrieden und zitterte dennoch. Was er fürchtete, geschah: Plötzlich entschloss sich ein installiertes Programm, wieder einmal den Systemstatus zu prüfen und die Prüfung nicht abschalten zu lassen, um Konstantin eine Freude zu bereiten. Konstantin freute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Als Konstantin seinen Laptop im Zug startete, öffnete sich zunächst nur ein einziges Fenster ins Internet. Konstantin war erst einmal zufrieden und zitterte dennoch. Was er fürchtete, geschah: Plötzlich entschloss sich ein installiertes Programm, wieder einmal den Systemstatus zu prüfen und die Prüfung nicht abschalten zu lassen, um Konstantin eine Freude zu bereiten. Konstantin freute sich wider Erwarten nicht. Die Antiviren-Software präsentierte Konstantin zugleich die Option, eine kostenpflichtige Upgrade-Version zu kaufen und durch irgendeine unbeabsichtigte Aktion seiner mit der Tastatur des kleinen Laptops kämpfenden Finger zoomt der Laptop in einen winzigen Ausschnitt der dargestellten Internetseite. Die sensible Enter-Taste reagiert nach dem fünften intensiven Drücken. Verzweifelt öffnete Konstantin ein weiteres Fenster in seinem Laptop, stieg hindurch und floh auf den nächsten Baum ohne Bits und Bytes. Der Laptop blieb zurück, schmolz in der Sonne und tropfte auf die Füße des Schaffners.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>140 Wörter nach Word 2003 </strong></em></p>
<h3 style="text-align: justify;">Autor dieser Zwitschergeschichte ist der Texter und Onlineredakteur <a href="http://www.colognelife.de/profile/ansgar-sadeghi/ansgar-sadeghi-%E2%80%93-texter-und-onlinejournalist/">Ansgar Sadeghi</a>.</h3>
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		<title>Der Texter, die Tourismusbranche und die Sinnlichkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 17:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sprache ist bisweilen ein bisschen unzulänglich, finden Sie nicht? Nehmen wir ein Bild oder ein Gemälde: Manchmal sieht man eins und ist hin und weg: ohne zu zögern begeistert. Nehmen wir Musik: Findet man sie gut, dringt sie vielleicht ans Herz, in den Bauch, scheinbar ohne Umweg über den Kopf. Die Füße beginnen zu wippen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Sprache ist bisweilen ein bisschen unzulänglich, finden Sie nicht? Nehmen wir ein Bild oder ein Gemälde: Manchmal sieht man eins und ist hin und weg: ohne zu zögern begeistert. Nehmen wir Musik: Findet man sie gut, dringt sie vielleicht ans Herz, in den Bauch, scheinbar ohne Umweg über den Kopf. Die Füße beginnen zu wippen, der Kopf nickt, die Hüfte kreist. Als Texter träumt man mitunter von so etwas. Texte können nicht derart schnell wirken, sie wollen gelesen werden und das dauert ein bisschen. Selbst gute Texte für den Tourismus duften zudem nicht, sie klingen nicht wie das Rauschen des Meeres, schmecken nicht wie eine gute Paella oder wie ein Glas Rotwein. Man spürt sie nicht wie die Sonne oder wie ein lauer Wind auf der Haut. Bei Texten für den Tourismus ist das besonders schade. Texter produzieren erst einmal nichts Anderes als Buchstaben auf Papier oder in einer Worddatei oder (mittlerweile eher selten) auf Papyrus. Mehr nicht! (Autor des Textes: Texter und Onlinjournalist <a href="http://www.colognelife.de/profile/ansgar-sadeghi/ansgar-sadeghi-%E2%80%93-texter-und-onlinejournalist/">Ansgar Sadeghi</a>)<br />
</strong></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Texte für den Tourismus sollten Lust machen</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Schreibt ein Texter einen Text für den Tourismus, muss er dieses Manko kompensieren. Gute Texte für den Tourismus sind sinnliche Texte. Gewiss, sie bringen auch Fakten, sie erzählen von Sehenswürdigkeiten, von Hotels und Ausflügen. Was aus meiner Sicht aber noch wichtiger ist: Sie machen Lust. Sie machen Lust auf genau jene Urlaubsregion, auf genau jenes Hotel und genau jene Reise, die der Texter gerade beschreibt.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #008000;"><em>Nein, ein Text duftet nicht nach dem blühenden Lavendel der Provence, er schmeckt nicht nach der salzigen Luft am Meer und klingt nicht wie das Zirpen von Zikaden.</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">Aber Texter können ihre Texte für den Tourismus so schreiben, dass beim Leser Bilder entstehen, vielleicht Erinnerungen hervorrufen, die ihrerseits Reiselust und Sehnsucht wecken. Bestenfalls entstehen beim Leser durch den Text mehrdimensionale Bilder von Landschaften und Urlaubsregionen, die sich mit Erinnerungsfetzen von Klängen, Düften und positiven Gefühlen mischen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Texter sollten das Besondere einer Reiseregion erkennen</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Als Texter muss für einen guten Tourismus &#8211; Text im Kopf auf Reise gehen, muss sich intensiv mit der zu beschreibenden Region beschäftigen, um ihre Besonderheit kennen zu lernen und vermitteln zu können. Stets bei der Beschreibung von Karibikinseln nur (!) auf Traumstrände, blauen Himmel und kristallklares Wasser zu setzen reicht nicht aus (mal abgesehen davon, dass nicht jede Karibikinsel das gleichermaßen bietet!). Vielleicht gibt es die Legende eines Piratenschatzes, die eine Insel für den Tourismus speziell macht, vielleicht offerieren die Bewohner dort besonders gute und leckere Speisen, eventuell bietet die jeweilige Insel wilde Vulkanlandschaften oder fast zahme Stachelrochen. Ein guter Texter sollte so etwas in seinen Text integrieren.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #008000;"><em><strong>Warum hierhin und nicht woanders hin?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: justify;">Diese Frage muss ein Texter in der Tourismus – Branche mit jeder Reisebeschreibung für seinen Auftraggeber beantworten: ob er nun Urlaubsinseln, Städte für Städtereisen oder Regionen beschreibt. Das ist manchmal nicht einfach. Aber es macht Spaß. Texter-Kopfreisen bei Texten für den Tourismus sind (fast!) so schön wie echte Reisen.</p>
<h3>Autor dieses Artikels ist der Texter und Onlinejournalist Ansgar Sadeghi</h3>
<p>Ansgar Sadeghi – <a href="http://www.colognelife.de/profile/ansgar-sadeghi/ansgar-sadeghi-%E2%80%93-texter-und-onlinejournalist/"><strong>Texterprofil auf Colognelife.de</strong></a></p>
<p>Ansgar Sadeghi auf <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100000581836918"><strong>Facebook</strong></a></p>
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		<title>Medien, Waterboarding und die vierte Gewalt</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 09:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichten, Tipps und das wilde Leben]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Folter]]></category>
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		<description><![CDATA[Man kann wahrscheinlich so lange darüber streiten, ob Waterboarding Folter ist oder nicht, bis man die Auswirkung von Waterboarding selbst erlebt hat. Das mag sich auch der US-amerikanische Journalist Christopher Hitchens gedacht haben, als er sich entschied, die Folgen von Waterboarding am eigenen Leib zu testen. Der Test wird ihm in Erinnerung bleiben. Waterboarding war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Man kann wahrscheinlich so lange darüber streiten, ob Waterboarding Folter ist oder nicht, bis man die Auswirkung von Waterboarding selbst erlebt hat. Das mag sich auch der US-amerikanische Journalist Christopher Hitchens gedacht haben, als er sich entschied, die Folgen von Waterboarding am eigenen Leib zu testen. Der Test wird ihm in Erinnerung bleiben. Waterboarding war zumindest in den USA zur Zeit der Bush-Ära ein legitimiertes Verhörinstrument und zu jener Zeit auch für renommierte US-amerikanische Medien &#8211; so eine Studie -  plötzlich keine Folter mehr. Das wirft nicht unbedingt ein gutes Bild auf die vierte Gewalt im Staat. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Autoren der Studie stammen aus der Harvard University in Cambridge (Massachusetts). Sie untersuchten die vier großen US-amerikanischen Zeitungen Los Angeles Times, New York Times, Wallstreet Journal und USA Today in Bezug auf Artikel zum Thema Waterboarding. Die Ausgangsfrage drehte sich darum, ob Waterboarding in den Artikeln als Folter bezeichnet wurde oder nicht.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #008000;"><em><strong>Was ist Waterboarding?</strong></em></span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #008000;"><em>Beim Waterboarding wird Menschen ein Tuch über Mund und Nase gelegt, das mehr oder weniger stetig mit Wasser begossen wird. Für den Gefolterten entsteht so ein Gefühl, als würde er ertrinken. Nachgewiesen wurde diese Foltermethode, die keine erkennbaren Spuren hinterlässt, bereits für die spanische Inquisition. Angewendet wurde sie beispielsweise auch im US-amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo. </em></span><strong> </strong></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Plötzlich war Waterboarding keine Folter mehr!</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Die Ergebnisse der Harvard-Studie sind auffällig: So soll etwa die New York Times Waterboarding zwischen 1930 und 1999 in 81 Prozent aller Artikel zum Thema als Folter bezeichnet haben. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2008 soll der Prozentsatz auf 1,4 Prozent gesunken sein, obwohl die Zeitung alleine im Zeitraum 2007 und 2008 über 150 Artikel zum Thema veröffentlicht habe. In Verbindung wird das mit dem von George W. Bush erklärten Krieg gegen den Terror gebracht, in dessen Verlauf auch Waterboarding als Verhörmethode eingesetzt wurde.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #008000;"><em>Das lässt zumindest den Verdacht aufkommen, dass die vier untersuchten Medien sich an der offiziellen Version der damaligen US-Regierung orientiert haben, Waterboarding sei im Kampf gegen den Terrorismus ein legitimes Mittel. </em></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das wiederum lässt zumindest starke Zweifel aufkommen, ob die untersuchten US-amerikanischen Medien ihrer Rolle als Vierter Gewalt im Staat in jener Zeit gerecht wurden. Natürlich kann es — sehr theoretisch betrachtet — sein, dass viele Redakteure von sich aus einen plötzlichen Gesinnungswechsel verspürt haben und Waterboarding aus eigenem Willen plötzlich als legitime US-amerikanische Verhörmethode angesehen haben. Es wäre aus meiner Sicht schlimm genug und scheint sehr unwahrscheinlich zu sein. Als noch schlimmer würde ich eine Anpassung an die Regierungsinterpretationen von Waterboarding empfinden, ohne dass dem ein intensiver eigener Prozess des Nachdenkens vorausgegangen wäre. Es würde nicht mehr und nicht weniger als eine Presse bedeuten, die als kritisches Auge auf Aktivitäten der Regierung nichts (aber auch gar nichts) mehr taugt. Enden möchten wir diesen Artikel allerdings nicht, ohne auf (laut Studie) Ausnahmen in der US-amerikanischen Berichterstattung hinzuweisen. Dazu soll <a href="http://topics.nytimes.com/topics/reference/timestopics/subjects/t/torture/waterboarding/index.html">dieser Artikel</a> aus der New York Times (allerdings aus dem Jahr 2009!) dienen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Was dieser Artikel NICHT aussagt!</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>Dieser Artikel sagt nicht aus, dass US-Amerikaner, US-Medien und US-Regierungen durchweg schlecht sind.</em></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>Dieser Artikel sagt nicht aus, dass Waterboarding eine ausschließlich von den USA angewendete Methode der Folter ist. Sie wurde AUCH von den USA benutzt. Besonders problematisch ist dabei allerdings, dass die USA die Folter offiziell zur „Verteidigung der Demokratie und demokratischer Werte“ angewendet hat. Kann man solche Werte verteidigen, indem man sie verletzt?</em></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>Dieser Artikel sagt nicht aus, dass demokratische Staaten kein Recht haben, sich gegen Terrorismus zu wehren. Er prangert nur Methoden an, die die Demokratie dabei mit Füßen treten.</em></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Waterboarding – Selbstversuch des Journalisten Christopher Hitchens</strong></h3>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4LPubUCJv58&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/4LPubUCJv58&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3>Weiterführende Links</h3>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,619868,00.html">Spiegel-Bericht über Waterboarding in den USA</a></strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/video/video-29656.html"><strong>Anti-Waterboarding – Video</strong></a> von Amnesty International auf Spiegel Online</p>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2010/jul/06/torture-waterboarding-bush"><strong>Guardian-Artikel</strong></a> über Waterboarding</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waterboarding#cite_note-NPR-3"><strong>Wikipedia über Waterboarding</strong></a></p>
<h3>Autor dieses Artikels ist der Texter und Onlinejournalist Ansgar Sadeghi</h3>
<p>Ansgar Sadeghi – <a href="http://www.colognelife.de/profile/ansgar-sadeghi/"><strong>Profil auf Colognelife.de</strong></a></p>
<p>Ansgar Sadeghi auf <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100000581836918"><strong>Facebook</strong></a></p>
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		<title>Zwitschergeschichten — Konstantin und Spaziergang mit Dackel</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 05:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clife & Kreatives]]></category>
		<category><![CDATA[Zwitscher-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Dackel]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Witt]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin]]></category>
		<category><![CDATA[NDW]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Heppner]]></category>
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		<description><![CDATA[Konstantins Kopf befahl Konstantin zu laufen, weil Zeit etwas so Kostbares ist. Seine Hand war leider jedoch über eine Leine mit jenem sechzehn Jahre alten Dackel verbunden, der das Laufen nicht mehr schätzte, pausierte, trippelte, an Blumen roch, pausierte, trippelte. „Schleif ihn hinter dir her, Konstantin“, rief ein grauer Mann, während ein im Gras sitzendes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #008000;">Konstantins</span> Kopf befahl Konstantin zu laufen, weil Zeit etwas so Kostbares ist. Seine Hand war leider jedoch über eine Leine mit jenem sechzehn Jahre alten Dackel verbunden, der das Laufen nicht mehr schätzte, pausierte, trippelte, an Blumen roch, pausierte, trippelte. „Schleif ihn hinter dir her, Konstantin“, rief ein grauer Mann, während ein im Gras sitzendes und Fliegen beobachtendes Mädchen mit Blumen ihm zuwinkte.</p>
<p>„<span style="color: #008000;">Mein Hund ist ein Philosoph</span>“, dachte Konstantin, „ein Philosoph der Langsamkeit, obwohl er nicht weiß, dass er ein Philosoph ist“. Zugleich spürte er den starken Impuls, seinem Dackel laufend die Wichtigkeit der Zeit nahe zu bringen. Doch er unterdrückte den Impuls. „Ich muss noch viel lernen“, dachte er. Konstantin beschloss, dem Dackel einen Schrein zu bauen und der Welt den Hundiismus zu stiften. Seither gewährt ihm die <span style="color: #008000;">Anstalt</span> keinen Ausgang mehr und unterbindet Treffen mit dem Dackel.</p>
<p><strong>Zwitschergeschichte: 140 Wörter nach Word 2003.</strong></p>
<h3>Autor: <a href="http://www.facebook.com/people/Ansgar-Sadeghi/100000581836918">Ansgar Sadeghi</a> auf Facebook.</h3>
<h3>Profil <a href="http://www.colognelife.de/profile/ansgar-sadeghi/">Ansgar Sadeghi</a> auf Colognelife.</h3>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/bxROkkm02AQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/bxROkkm02AQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3>Joachim Witt</h3>
<p>Joachim Witt ist ein 1949 in Hamburg geborener deutscher Sänger und Schauspieler. Nach Auftritten in Coverbands und mit der Rockband Duesenberg begann Joachim Witt Anfang der 80er Jahre eine erfolgreiche Solo-Karriere im Rahmen der Neuen Deutschen Welle und galt eine Zeit lang als erfolgreichster Solo-Vertreter dieses Musikstils. Schnell wurde es jedoch wieder ruhiger um ihn: In der Folgezeit arbeitete Joachim Witt unter anderem als Produzent. Größere Erfolge eigener Veröffentlichungen blieben aus.</p>
<h3>Wann kommt die Flut?</h3>
<p>1998 veröffentlichte er das Album Bayreuth EINS. Der aus einer Kooperation mit dem ebenfalls aus Hamburg stammenden Musiker Peter Heppner entstandene Song „Wann kommt die Flut“ wurde zum größten kommerziellen Erfolg von Joachim Witt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XcaxsitGStE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/XcaxsitGStE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Witts Songs waren stets mit einer Botschaft und teils deutlich mit Kritik an Missständen verbunden. Zugleich trafen einige den Nerv vieler Menschen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die beiden hier ausgewählten Beispiele „Der Goldene Reiter“ und „Wann kommt die Flut“ zeigen eine Welt hilfloser Menschen, deren tiefe Sehnsucht (Wann kommt die Flut) ungestillt bleibt. Das ist nicht positiv. Das ist nicht locker und leicht. Aber es spricht das an, was Menschen neben Lebenslust und Freude bisweilen spüren und was vielleicht eine ihrer Seiten ist, die die Moderne verdrängt, weil sie allein den Spaß ehrt und den Macher, der nie zaudert?</em></p>
<p>Die Alben Bayreuth ZWEI und Bayreuth DREI bilden gemeinsam mit Bayreuth EINS eine Trilogie; Bayreuth DREI ist das bisher letzte Album von Joachim Witt. Es ist wieder ruhiger um ihn geworden. Der letzte Eintrag im Newsarchiv seiner Website stammt aus dem Oktober 2009 (Stand: Juli 2010). Vielleicht kam die Flut und trug den Goldenen Reiter fort? Vielleicht!</p>
<h3>Homepage von <strong><a href="http://www.joachimwitt.com/">Joachim Witt</a></strong>.</h3>
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		<title>Neuer Bundespräsident: Christian Wulff (und in China fällt ein Sack Reis um?)</title>
		<link>http://www.colognelife.de/2010/06/neuer-bundesprasident-christian-wulff-und-in-china-fallt-ein-sack-reis-um/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 19:03:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansichten, Tipps und das wilde Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Was gibt es Neues?]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Joachim gauck]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl zum Bundespräsidenten]]></category>

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		<description><![CDATA[Man könnte sich durchaus auf den Standpunkt stellen, es sei völlig egal, wer heute der Bundespräsident der Republik geworden ist. (Um es vorweg zu nehmen: Es ist im dritten Wahldurchgang Christian Wulff geworden!) So richtig ins politische Tagesgeschehen greift der Mensch ja sowieso nicht ein, auch wenn er Gesetze unterschreibt und seine Unterschrift durchaus auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man könnte sich durchaus auf den Standpunkt stellen, es sei völlig egal, wer heute der Bundespräsident der Republik geworden ist. (Um es vorweg zu nehmen: Es ist im dritten Wahldurchgang Christian Wulff geworden!) So richtig ins politische Tagesgeschehen greift der Mensch ja sowieso nicht ein, auch wenn er Gesetze unterschreibt und seine Unterschrift durchaus auch bisweilen verweigert. Das geschah sogar einige Male: So unterschrieb etwa der mittlerweile Ex – Bundespräsident Horst Köhler im Dezember 2006 ein Verbraucherinformationsgesetz nicht, weil er es für unvereinbar mit der Verfassung hielt. Weitere Funktion des Bundespräsidenten: Im Prinzip kann so ein Bundespräsident nach einer Bundestagswahl Hein Blöd als Bundeskanzler vorschlagen, obwohl der gar nicht zur Wahl gestanden hat. Aber ein guter Bundespräsident macht so etwas nicht. Was soll’s also: Ist es nicht komplett unerheblich, wer nun Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ist, unabhängig davon, dass es sich offiziell um das höchste Amt handelt, dass dieser Staat zu vergeben hat? Vielleicht? Vielleicht nicht?</strong></p>
<p>Christian Wulff ist beim dritten Wahlgang zum neuen Bundespräsidenten in  Deutschland geworden. Die Damen und Herren der Regierungsparteien (für  alle, die es nicht mehr wissen: es sind die FDP und die CDU) dürfte  diese schwierige Wahl noch deutlich mehr als zuvor entzweien. Im zweiten Wahlgang zum  Bundespräsidenten gab es nur 615 Stimmen für Herrn Wulff. Hätten alle  aus dem schwarz-gelben Lager zu diesem Zeitpunkt für Christian Wulff  gestimmt, so hätte er 644 Stimmen bekommen. Hat er aber nicht. Vor dem  dritten Wahlgang stieg die Kandidatin der Linkspartei, Luc Jochimsen,  aus, ohne dass sich die Wählenden der Linkspartei mehrheitlich auf die  Seite von Gauck oder Wulff gestellt hätten. Die NPD hatte übrigens auch  jemanden im Spiel, der ebenfalls ausstieg. Anschließend beschloss die  NPD angeblich, für Gauck zu stimmen, was der wohl mit sehr gemischten  Gefühlen aufgenommen hat. Aber er wurde kein Bundespräsident mit NPD &#8211;  Stimmen. Im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff gewählt: mit  einfacher Mehrheit. Sieg in der dritten Runde: glanzlos. Aber ein Sieg  ist letztlich ein Sieg.</p>
<h3><strong>Die Macht des nicht sehr Mächtigen</strong></h3>
<p>Christian Wulff wird nun in seine neue Rolle hineinwachsen müssen. Die wichtigste Bedeutung seines neuen Amtes liegt vielleicht gerade in seiner Ferne von der aktuellen Politik der Regierenden und der Kritik der Opposition. Letztere hat ja immer etwas den Beigeschmack von machtpolitisch motivierter Kritik, weil die Opposition ja eigentlich gar keine Opposition sein möchte, sondern viel lieber auf der Regierungsbank Platz nehmen würde, wenn man sie denn ließe. Man ließ sie nicht! Da könnte man dann auf den Gedanken kommen, die eine oder andere Kritik der Opposition wäre weniger sachlich motiviert als machtpolitisch. Könnte man! Ob das dann so stimmt, mögen andere Menschen beurteilen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Der Bundespräsident schwebt dagegen ein bisschen über allem. Er sitzt fünf Jahre relativ fest in seinem Amt und kann sich loslösen von dem parteipolitischen Geplänkel, auch wenn es natürlich parteipolitisches Geplänkel war (siehe die aktuelle Wahl), das ihn ins Amt gehoben hat. Das macht diesen Menschen irgendwie sympathisch.</strong></em></p>
<p>Er ist vielleicht einer der einzigen Politiker, die sich voll und ganz der Demokratie widmen, die aus ihrer Sicht entscheidende Fehlentwicklungen kritisieren können, ohne dabei allzu sehr auf parteipolitische Zwänge zu achten. Vielleicht ist er daher DER Volksvertreter aller Volksvertreter? Auch – oder gerade – weil er im politischen Alltag so wenig zu sagen hat? Die Frage ist müßig, ob ihn das Volk dann auch wählen sollte: Es wählt ihn nicht. Und es wählt ja sowieso gar nicht mehr so gern! Soll man ihm da wirklich eine weitere Wahl zumuten?</p>
<h3><strong>Und nun?<br />
</strong></h3>
<p><strong><em>Eventuell beginnt jetzt bei den Regierungsparteien eine peinliche Verrätersuche? „Sie haben nicht Wulff gewählt! Gestehen Sie!“ </em></strong></p>
<p>Und Wulff selbst? Christian Wulff wird noch nicht ausreichend vorhandene Sympathien (die war für Herrn Gauck wohl größer) erst einmal gewinnen müssen. Keine einfache Aufgabe! Aber machbar. Er wird sich von parteipolitischem Gezänk loslösen und langsam in die himmlischen Gefilde der echten, der wahren Demokratie aufmachen müssen. (wie immer die aussieht!) Dort kann er wirken. Dort kann er sich profilieren. Und er kann mahnen, wenn Demokraten die Demokratie aushöhlen, auch wenn er faktisch nicht ganz so viele Dinge zu entscheiden hat. Das wäre gut: gut für die Demokratie. Gut fürs Land!</p>
<h3>Nach der Wahl ist vor dem Spiel</h3>
<p>Nun ist die Wahl also vorüber und wir widmen uns wieder anderen Dingen. <strong>Deutschland schlägt Argentinien am Samstag 2:1</strong>&#8230; oder nicht oder fliegt raus&#8230; Das Leben ist (manchmal) ein Drama! Fragen Sie die Engländer!  Krasser Themenwechsel, nicht wahr? Aber so ist das moderne Leben nun einmal!</p>
<p><em>Wie immer: alles nur Meinungsäußerung ohne den Anspruch auf Wahrheit, aber mit dem Anspruch auf Wahrhaftigkeit</em></p>
<h3>Autor dieses Artikel ist der Onlineredakteur und Texter <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100000581836918#!/profile.php?id=100000581836918"><strong>Ansgar Sadeghi</strong></a>.<em><br />
</em></h3>
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		<title>Zwitschergeschichten &#8211; WM 2010 + Vuvuzela</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 16:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognelifeadmin1</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vuvuzela]]></category>
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		<category><![CDATA[WM 2010]]></category>
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Bereits seit mehr als einer halben Stunde nutzte Konstantin seine Vuvuzela, deren konstantes Brummen von Köln bis Südafrika klang, um die deutsche Mannschaft anzufeuern. Die Nachbarn zu seiner Linken, die Eheleute S., schlugen ihre Köpfe derweil in kollektivem Wahnsinn an die Wohnzimmerwand, während sein Nachbar zur Rechten, der Student Walter N., den Kopf in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="MultiBoxHelp" id="MultiBoxHelp"><a href="http://www.rutschmann.biz" title="powered by Wordpress Multibox Plugin v1.3.5" target="_blank"><img src="http://www.colognelife.de/wp-content/plugins/wordpress-multibox-plugin/images/help.png" alt="powered by Wordpress Multibox Plugin v1.3.5" title="powered by Wordpress Multibox Plugin v1.3.5"></a></div>
<p><a href="http://www.colognelife.de/wp-content/uploads/köln-public-viewing-wm-2010-400x250.jpg"  class="wmp" id="wmp2"><img class="left" title="köln public viewing wm 2010 400x250" src="http://www.colognelife.de/wp-content/uploads/köln-public-viewing-wm-2010-400x250.jpg" alt="" width="400" height="250" /></a></p>
<p>Bereits seit mehr als einer halben Stunde nutzte Konstantin seine Vuvuzela, deren konstantes Brummen von Köln bis Südafrika klang, um die deutsche Mannschaft anzufeuern. Die Nachbarn zu seiner Linken, die Eheleute S., schlugen ihre Köpfe derweil in kollektivem Wahnsinn an die Wohnzimmerwand, während sein Nachbar zur Rechten, der Student Walter N., den Kopf in die Kloschüssel tauchte und fortwährend abzog, um dem Brummen ein Rauschen entgegenzusetzen.</p>
<p>Ein mächtiger Bock der Hirschziegenantilopen aus dem nahe gelegenen Zoo trat irgendwann Konstantins Tür mit sexuellen Intentionen ein und stürzte sich auf ihn. Konstantin konnte ihn nur mit Mühe abwehren. Die Nachbarn durchstießen die Wand, die ihr Wohnzimmer von Konstantins Wohnzimmer trennte. Der Student N. spülte seinen ganzen Körper das Klo herunter und schwimmt derzeit in Richtung Australien. Konstantin wird sich in der nächsten Woche mit seiner Vuvuzela als Sexualtherapeut im Kölner Zoo vorstellen.</p>
<p><strong>140 Wörter ohne Überschrift nach Word 2003</strong></p>
<p>Autor: <a href="http://www.facebook.com/reqs.php#!/profile.php?id=100000581836918"><strong>Ansgar Sadeghi</strong> </a>(Texter und Onlinejournalist)</p>
<p>Bild: <strong><a href="http://www.maifotovideo.de/">Christian Mai</a></strong> (Fotograf, Bildbearbeiter und Videofilmer)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6N0F4vKX9VI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/6N0F4vKX9VI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/E2FYLCohgfM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/E2FYLCohgfM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Blue Shell, Meisterschaften und Poetry Slam — mehr als nur Texte</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 08:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>
		<category><![CDATA[Jens krüger]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam Meisterschaften]]></category>
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		<description><![CDATA[Poetry Slam &#8211; was bitte ist Poetry Slam? Sie wissen es bereits? Na schön, dann überspringen Sie diese Passage und fahren einfach etwas weiter unten fort! Sie wissen es noch nicht? Nun, man kann Texte lesen, leise, bei sich Zuhause, im Park, in der Bahn, als Fahrer besser nicht im Auto! Man kann sie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Poetry Slam &#8211; was bitte ist Poetry Slam? Sie wissen es bereits? Na schön, dann überspringen Sie diese Passage und fahren einfach etwas weiter unten fort! Sie wissen es noch nicht? Nun, man kann Texte lesen, leise, bei sich Zuhause, im Park, in der Bahn, als Fahrer besser nicht im Auto! Man kann sie auch laut lesen. In der Bahn kann das andere Menschen stören. Bei einer Lesung ist es Grundvoraussetzung für eine gute Lesung: zu leise ist zu schlecht. Man kann allerdings auch einen Poetry Slam veranstalten und aus einer Lesung eine „Lesung +“ machen. Dann bildet der Text die Basis für eine Performance, die viel mehr ist als ein reines Vorlesen. Es ist ein Spiel zwischen Performer und Zuhörern und je begeisterter die Zuhörer sind, desto besser ist das für den Performer. Lesen ist etwas Stilles? Nicht immer. Eine der Hochburgen für Poetry Slam in Köln ist das Blue Shell.</strong></p>
<h3><span style="color: #ff0000;">Kleine Anleitung für Poeten</span></h3>
<p>Natürlich muss die Basis gut sein: auch bei einem Poetry Slam. Der Text ist die Basis. Und ist der Text sch&#8230; (man möge hier einfügen, was man möchte!), hat sein Autor bei einem Poetry Slam schon einmal schlechte Karten. Aus Sch&#8230; (fügen Sie auch jetzt ein, was immer Sie möchten) kann man keine Erfolge bauen: Es sei denn, man betreibt Kläranlagen. Als Teilnehmer an einem Poetry Slam sollten also Sie also ein guter Autor sein. Das alleine reicht jedoch nicht. Ein Poetry Slam lebt auch oder gar vor allem von der Darbietung. Sie dürfen fast alles: Sie dürfen NICHT langweilen! Nehmen Sie Ihren Text und starten Sie durch: brüllen, rufen, flüstern Sie ihn, lassen Sie ihn auf die Zuhörer tropfen, die bestenfalls wie Durstige jeden einzelnen Tropfen aufnehmen. Oder nehmen Sie ihn wie einen ganzen Eimer Wasser und schütten ihn über der Menge aus. Auch gut</p>
<h2><span style="color: #339966;">Wichtig ist: Irgendetwas muss passieren. Bei Ihnen auf der Bühne. Im Publikum. Irgendetwas! Etwas Unterhaltsames, Gutes, Witziges&#8230;</span></h2>
<p>Und denken Sie daran: Ein Poetry Slam ist keine Offenes Mikro – Veranstaltung, bei der jeder mal darf und alle IMMER nett zueinander sind. Poetry Slam ist Wettbewerb, ein Kampf. Ein bisschen von Oliver Kahn sollte also in Ihnen schlummern. Nach dem Wettbewerb können Sie dann alle wieder lieb haben. Im Wettbewerb heißt es: Der (die, das) oder ich?</p>
<h3>Kleine Geschichte</h3>
<p>Als Erfinder des Poetry Slams bezeichnet man zumeist den US-Amerikaner Marc Kelly Smith. Geburtsort des Poetry Slams wäre damit Chicago, ihres Zeichens Stadt des Blues, des Al Capones, der Bears (American Football) und Blackhawks (Eishockey). Der genaue Geburtstag wäre der 20. Juli 1986. An jenem Tag <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetry_Slam#cite_note-37"></a>veranstaltete Smith seinen ersten Poetry Slam im Nachtclub „The Green Mile“, einem der ältesten US-amerikanischen Jazz-Clubs. Wer möchte, kann auch nach tieferen Wurzeln suchen und findet vielleicht den Dichterwettstreit der alten Griechen. Wer nicht mag, lässt es einfach. Von Chicago aus trat der Poetry Slam seinen Siegeszug in Nordamerika an und fanden schnell auch in Deutschland einige Freunde. Bis zu den ersten regelmäßigen Poetry Slams hierzulande sollte es jedoch noch dauern. 1996 starteten sie in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München. 1997 gab es die erste Poetry Slam – Meisterschaft mit Gewinnern im Einzel- und im Teamplay. Später bekam die U20-Fraktion noch einen eigenen Titel, um den gerungen werden konnte. 1997 sollen etwa 200 Menschen die zwei Tage andauernde Veranstaltung besucht haben. Seither finden die Meisterschaften jährlich an wechselnden Orten statt. 2009 dauerten sie drei Tage und lockten insgesamt etwa 9.000 Besucher. Poetry Slam ist beliebter geworden, keine Frage.</p>
<h3>Und noch eine kleine Blue Shell – Slam &#8211; Info</h3>
<p>Die Kölner Kneipe Blue Shell ist eine der Hochburgen von Poetry Slam in Köln. „The word is not enough“ heißt es dort an jedem dritten Sonntag im Monat. Am 16. Mai setzte das Motto noch eins drauf: „Nobody does it better“. Man könnte auch sagen: Es kann nur eine(n) geben! Oder man kann auch gar nichts sagen und weiterlesen&#8230; insgesamt traten acht Wettkämpfer an, um sich im Blue Shell für die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften im Ruhrgebiet zu qualifizieren. Sieger des Wettbewerbes: Jens Krüger. Jener Jens Krüger, der nach eigenen Angaben noch nie in Schweden war, aber fast die Antarktis erreicht hat? Jener Jens Krüger, dessen Texte — so sagt er selbst — meistens vorne anfangen und hinten enden? Ja, genau jener Jens Krüger startet bei den Poetry Slam Meisterschaften. Merkt euch den Namen. Hier nochmals: Jens Krüger. Satzball und Sieg! Und das Blue Shell? Wird sich wohl auch weiterhin dieser unterhaltsamen Art literarischer Darbietung widmen. Vielleicht einmal hingehen? Gucken? Au ja!</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/tYpEw8xkeGM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="385" src="http://www.youtube.com/v/tYpEw8xkeGM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h3>Weiterführende Links:</h3>
<p>Offizielle <a href="http://www.poetryslam-koeln.de/"><strong>The Word is not enough</strong></a> – Seite</p>
<p><a href="http://www.blue-shell.de"><strong>Blue Shell in Köln</strong></a></p>
<p><a href="http://www.reim-in-flammen.de/"><strong>Reim in Flammen</strong></a> – ein weiterer Poetry Slam in Köln</p>
<p>Slammaniac.de veröffentlicht Termine von <a href="http://www.slamaniac.de/page3.php"><strong>Poetry Slams in ganz Deutschland</strong></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetry_Slam"><strong>Wikipedia über Poetry Slam</strong></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetry_Slam"><br />
</a></p>
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		<title>Für klare Mehrheiten in NRW – verlost die Nichtwähler-Stimmen!</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 21:59:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[So ganz langsam schält sich in Nordrhein-Westfalen heraus, wer vielleicht mit wem koaliert und wer auf keinen Fall mit wem koalieren möchte und warum die SPD jetzt vielleicht doch mit den Grünen UND den Linken… es sei denn, sie entscheidet sich für eine große  Koalition und… eigentlich ist noch jede Menge unklar und die Lage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So ganz langsam schält sich in Nordrhein-Westfalen heraus, wer vielleicht mit wem koaliert und wer auf keinen Fall mit wem koalieren möchte und warum die SPD jetzt vielleicht doch mit den Grünen UND den Linken… es sei denn, sie entscheidet sich für eine große  Koalition und… eigentlich ist noch jede Menge unklar und die Lage ist schwierig.</strong></p>
<p>Also jetzt mal ehrlich: Wenn die Spitzenkandidatin eine Koalition mit der Linken vor der Wahl ablehnt und nach der Wahl eventuell mit der Linken koaliert, dann klingt das wie ein gewisser Bruch einer eigentlich klaren Aussage. Also, nicht dass wir generell etwas gegen eine Koalition aus der Linken und der SPD hätten, es geht uns um diese klare Aussage, die vorher galt (also VOR der Wahl) und hinterher vielleicht nicht mehr (also NACH der Wahl) gilt. Schärft so etwas das Vertrauen von Menschen in große Parteien? <span style="color: #008000;"><strong>Wir meinen: Trägt es dazu bei, dass es demnächst mehr Menschen glauben, wenn andere Menschen aus großen Parteien irgendetwas sagen? </strong></span>Wir können uns natürlich nicht sicher sein, aber wir erlauben uns jetzt einfach, ein kleines bisschen skeptisch zu sein. Man sollte also vorsichtig sein mit klaren „i bah, mit denen auf keinen Fall“ – Aussagen, selbst wenn man auf Wählerstimmen spekuliert, weil diese Wähler dann hinterher vielleicht enttäuschte Wähler sind und enttäuschte Wähler sind potenzielle Nichtwähler und potenzielle Nicht-Wähler sind dann vielleicht irgendwann richtige Nicht-Wähler und das ist schlecht für die Demokratie als solches. Ist es! Definitiv!</p>
<h2>Kommen wir zu den Nichtwählern, die – wenn sie denn eine Partei wären – mit Sicherheit zur Regierungspartei würden, aber sie sind ja keine Partei. Sie sind einfach eine Gruppe irgendwie.</h2>
<p>Und genau deshalb ist das so kompliziert in Nordrhein-Westfalen. Es war schon damals kompliziert: in Hessen. Frau Andrea Ypsilanti wird sich ungern an die Sache in Hessen erinnern. Vielleicht sollte man ja die Stimmen der Nichtwähler einfach verlosen? Nach der Wahl? Begünstigte wären dann die Parteien, die es durch die Wähler in den Landtag geschafft haben. So etwas würde die Gefahr komplizierter Machtverhältnisse vielleicht deutlich mindern. Und es würde vielleicht manchen Nicht-Wähler dazu bringen, doch noch zur Wahl zu gehen. Schließlich könnte es so einem Fast-SPD-Nichtwähler ansonsten geschehen, dass seine Stimme für die FDP zählt. Und – noch schlimmer – die Stimme eines „Ich hätte fast CDU gewählt“ – Nichtwählers könnte der Linken zugesprochen werden. Strafe muss sein. Man könnte eine gigantische TV-Show aus der Sache machen. Vielleicht könnte man gar Dieter Bohlen&#8230; für die Jury&#8230;? Gut? Nicht gut? Wahrscheinlich nicht gut. Also bleibt es kompliziert. Und spannend irgendwie.</p>
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		<title>ClifeCologne informiert — fünf Hinrichtungen im Iran</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 09:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die folgenden Informationen basieren auf einer Pressemitteilung des Netzwerks kurdischer Initiativen, die sich wiederum auf die Nachrichtenagentur ILNA beruft. Die Informationen wurden uns freundlicherweise von Ebrahim Farshy zur Verfügung gestellt. Ebrahim Farshy ist Betreiber der kurdischen und iranischen Seiten von Colognelife.
Jeder Morgen bringt neue Hoffnung?
Jeder Morgen ist der Beginn eines Tages voller Möglichkeiten? Das mag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die folgenden Informationen basieren auf einer Pressemitteilung des Netzwerks kurdischer Initiativen, die sich wiederum auf die Nachrichtenagentur ILNA beruft. Die Informationen wurden uns freundlicherweise von Ebrahim Farshy zur Verfügung gestellt. Ebrahim Farshy ist Betreiber der <strong><a href="http://kurdisch.colognelife.de/">kurdischen</a></strong> und <strong><a href="http://persisch.colognelife.de/">iranischen</a></strong> Seiten von Colognelife.</em></p>
<h3>Jeder Morgen bringt neue Hoffnung?</h3>
<p>Jeder Morgen ist der Beginn eines Tages voller Möglichkeiten? Das mag oft gelten: Es gilt nicht immer. Am Morgen des gestrigen Tages wurden fünf Menschen im Iran hingerichtet, weil „sie die Kurdenfrage auf politischer und friedlicher Ebene lösen wollten“. Die Namen dieser fünf Menschen lauten Farzad Kamangar, Ali Heydarian, Farhad Wakili, Schirin Alam Holi und Mehdi Eslamian.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><em>Mehdi Eslamians „Verbrechen“: Er hatte sich bei verschiedenen NGO-Menschenrechts-Organisationen engagiert.</em></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><em>Die „Verbrechen“ der drei weiteren Männer: Sie wurden wegen „Feindschaft zu Gott“ verurteilt.</em></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><em>Shirin Alam Holi wurde als kurdische Aktivistin verurteilt. Ihr Geständnis soll unter Folter erpresst worden sein.</em></strong></p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>Wir schließen uns den Forderungen des Netzwerks kurdischer Initiativen an und geben sie hier im Wortlauf wieder.</strong></span></p>
<p><strong><em>Wie lange muss die Weltgemeinschaft tatenlos diese Ereignisse im Iran beobachten? Die Hinrichtungen im Iran müssen ein Ende haben, damit nicht weiterhin so viele unschuldigen Menschen Opfer eines radikal-religiösen und menschenfeindlichen Regimes werden. Wir fordern die Menschenrechtsorganisation der Vereinten Nationen und die Weltgemeinschaft auf, unverzüglich Druck auf das Regime im Iran auszuüben, um dadurch weitere Hinrichtungen Andersdenkender zu stoppen.</em></strong></p>
<h3>Dem ist nichts hinzuzufügen. Nur das eine noch:</h3>
<h2>Dieser Artikel richtet sich nicht gegen das Land Iran im Allgemeinen.</h2>
<h2>Dieser Artikel richtet sich nicht gegen Iraner.</h2>
<h2><span style="color: #008000;">Dieser Artikel richtet sich gegen unmenschliche Politik, die Leben nimmt.</span></h2>
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		<title>Nach der NRW-Landtagswahl 2010 — Punkte, die Fragezeichen werden</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 07:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wahlen 2010 NRW]]></category>

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		<description><![CDATA[Beginnen wir mit dem, was nach der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen gewiss ist: Schwarz-Gelb wird alleine nicht mehr regieren können. Die CDU bekommt 67 Sitze im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Die SPD bekommt auch 67 Sitze im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Das nennt man dann „Patt“. Die Grünen eroberten 23 Sitze. Die FDP hat 13 und „Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beginnen wir mit dem, was nach der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen gewiss ist: Schwarz-Gelb wird alleine nicht mehr regieren können. Die CDU bekommt 67 Sitze im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Die SPD bekommt auch 67 Sitze im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Das nennt man dann „Patt“. Die Grünen eroberten 23 Sitze. Die FDP hat 13 und „Die Linke“ kommt auf elf Sitze im Landtag. Wir haben damit 181 Sitze im Landtag Nordrhein-Westfalens.</strong></p>
<p>Fahren wir fort mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis bei den Zweitstimmen: SPD: 34,5 Prozent. CDU: 34,6 Prozent.  Die GRÜNEN: 12,1 Prozent. FDP 6,7 Prozent. DIE LINKE: 5,6 Prozent. Und weil es so schön war, anbei gleich noch das Ergebnis bei den Zweitstimmen in Köln laut <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1273328392736.shtml"><strong>Kölner Stadtanzeiger</strong></a> (Stand: gestern ca. 21:00 Uhr). SPD: 31 Prozent. CDU: 27,2 Prozent. Grüne: knapp 22 Prozent. FDP: etwas mehr als sieben Prozent. Die Linke: 6,6 Prozent.</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Das war’s eigentlich an Fakten oder Fast-Fakten (Irgendwie-Fakten). Es folgen: die Spekulationen!</span></strong></p>
<h2>Rot-Grün kommt auf eine satte Minderheit von neunzig Sitzen.</h2>
<p>Es fehlt genau ein Sitz für die Mehrheit. Das ist schade für Rot-Grün. Aber es ist so. Und es lässt sich auch nicht dadurch ändern, dass man vielleicht einfach einmal so ein bisschen anbaut und den Landtag von Nordrhein-Westfalen um ein, zwei Sitze anreichert, auf den sich dann sofort Parteimitglieder der SPD oder der Grünen setzen, damit sich da ja kein anderer draufsetzt, der dann die Regierung stellen will oder so. Das geht nicht.</p>
<h3>Die Sache mit dem Punkt</h3>
<p>Also: Rot-Grün alleine geht wirklich nicht. Rot-Grün-Tiefrot ginge. Das könnte Hannelore Kraft allerdings in Schwierigkeiten bringen. Wir zitieren aus einem Interview mit der Zeitung Welt: „Die Linkspartei ist derzeit nicht koalitions- und regierungsfähig. Punkt.“ Da haben wir also einen PUNKT. Was sagt so ein Punkt aus? Wir wissen es auch nicht genau. Ein Punkt ist ein Punkt. Vielleicht werden nach Wahlen aus Punkten Fragezeichen? Vielleicht sind das eherne Gesetze? Das Problem bei Rot-Tiefrot-Grün würde vielleicht weniger in der Frage liegen, ob die Linke derzeit regierungs- und koalitionsfähig ist. <span style="color: #008000;"><strong>Es würde vielleicht eher in der Frage liegen, ob es gut wäre, wenn eine Ministerpräsidentin einfach aus einem Punkt ein Fragezeichen macht.</strong></span> Sie darf das. Also offiziell darf sie. Aber der eine oder andere Wähler könnte etwas überrascht sein, weil er davon ausgeht, dass Punkte einfach Punkte sind und keine Fragezeichen. Niemals Fragezeichen! Man könnte ihn enttäuschen, diesen Wähler.</p>
<h3>Jamaika</h3>
<p>Jamaika ginge auch. Jamaika-Koalition heißt Jamaika-Koalition, weil sie aus den Farben der jamaikanischen Flagge besteht: Schwarz, Gelb, Grün. Auch das könnte lustig werden. Nicht so lustig für Frau Kraft, weil sie dann keine Ministerpräsidentin würde. Aber irgendwie lustig, wenn es keine harmonische Ehe zu Dritt wird. Allerdings eventuell schlecht fürs Land? Drei sind einer zuviel, um irgendwie Kurs zu halten? Das könnte auch für Rot-Tiefrot-Grün gelten, wenn aus Punkten Fragezeichen werden. Politik ist schon eine komplizierte Sache.</p>
<h3>Die große Koalition</h3>
<p>Was haben wir noch? Die große Koalition. Zwei Schwergewichte auf Kurs. Also möglicherweise auf versuchtem Kurs, vielleicht schlingernd, und daneben eine nette kleine Opposition. Ganz nett und klein. Wir kennen das aus jüngster Vergangenheit des Bundes. Große Koalitionen sind selten beliebt, aber manchmal Optionen. Das Schöne an der Großen Koalition: Man kann nicht eingehaltene Wahlversprechen stets dem großen Partner anlasten! So etwas ist manchmal praktisch.</p>
<h3>Andere Varianten</h3>
<p>Wir kommen zu der eher unwahrscheinlichen Koalition Rot-Grün-Gelb und verlassen sie direkt, weil sie eher unwahrscheinlich ist. Rot-Tiefrot-Gelb ist praktisch unmöglich (oder? Jedenfalls müssten viele Punkte zu Fragezeichen werden!). Noch unmöglicher als unmöglich ist Schwarz-Gelb-Tiefrot, weil dann gleich unendlich viele Punkte zu Fragezeichen werden müssten und die CDU ein noch viel dickeres Glaubwürdigkeitsproblem hätte als die SPD, wenn sie&#8230; und so&#8230; und wir hätten da noch Minderheiten-Regierungen im Sortiment. Auch schön!</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Also&#8230; fröhliches Spekulieren. Ach ja, sollte die SPD irgendwie maßgeblich an der Regierung beteiligt sein, wir haben hier Auszüge aus dem Wahlprogramm. Es sind klare Aussagen! Also nachprüfbar.</span></strong></p>
<h2>Klare Aussagen sollte man nie machen <img src='http://www.colognelife.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Das legt einen so fest!</h2>
<p>Wir ganz persönlich würden uns freuen, wenn hier Punkte vielleicht Punkte blieben. Sonst gibt’s bei der nächsten Wahl wieder diese schönen Wahlplakate und da stehen dann so schöne Sachen drauf und die glaubt dann kein Mensch. Nur mal so!</p>
<p><strong>Auszüge aus dem SPD-Wahlprogramm für die Landtagswahl 2010:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir werden Leiharbeitsverhältnisse rechtlich besser absichern. Neben einer Lohnuntergrenze gehört dazu auch die Stärkung des Prinzips „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir wollen eine Ausbildungsgarantie für alle jungen Menschen, die jeder und jedem eine Ausbildung auf qualitativ hohem Niveau ermöglicht.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir werden bis zu 5000 zusätzliche Ausbildungsplätze mit hohem Praxisanteil öffentlich finanzieren, um den Ausbildungsmarkt in der Krise zu stabilisieren.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir meinen es mit der Förderung der Chancengleichheit Ernst. Darum werden wir den gebührenfreien Zugang zu allen Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten bis zum Hochschulstudium und nachgeholten Schul- und Berufsabschlüssen, aber auch für Meisterschulen – garantieren.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Unser Ziel: Zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden in Bildungs- und Forschungsausgaben investiert.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Die Kopfnoten werden abgeschafft. Eine solche Note wird der individuellen Vielfalt der Kinder nicht gerecht und entspricht nicht einer angemessenen Kultur der Rückmeldung.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir stehen für ein gebührenfreies Studium, in dem kein junger Mensch vom Studium abgeschreckt wird. Wir werden jegliche Formen von Studiengebühren zeitnah nach der Wahl abschaffen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8230;Dazu werden wir ein Programm „1 Million Dächer Solarthermie“ auflegen. Alte, ineffiziente und laute Windräder wollen wir durch leisere und leistungsfähigere Anlagen ersetzen.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir werden ein kommunales Konzept für die Förderung von sog. Null-Emissions-Städten (Zero-Emission-Cities) entwickeln, um Städte mit einer passiven Energiebilanz zu schaffen.</em></p>
<h3>Weiterführende Links</h3>
<p>Hier geht&#8217;s zum kompletten <a href="http://www.nrwspd.de/html/23247/welcome/Wahlprogramm.html"><strong>Wahlprogramm der SPD</strong></a> für die Landtagswahl 2010 in NRW.</p>
<p>Hier geht&#8217;s zum <a href="http://www.wahlergebnisse.nrw.de/"><strong>vorläufigen Endergebnis</strong></a>.<em> </em></p>
<p>ClifeCologne: <a href="http://www.colognelife.de/2010/03/clifecologne-%E2%80%94-wie-wehrhaft-ist-demokratie/"><strong>Wie wehrhaft ist Demokratie?</strong></a></p>
<p><em><br />
</em></p>
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