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	<title>Colognelife &#187; Was gibt es Neues?</title>
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	<description>Drei Kreative - ein Zuhause</description>
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		<title>Essen bestellen in Köln – ein Lieferheld (.de) zeigt, wo’s geht!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 10:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Was gibt es Neues?]]></category>
		<category><![CDATA[Essen bestellen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir würden jetzt nicht behaupten, dass der Kölner an sich faul ist. Er mag es halt manchmal gemütlich, der Kölner: so wie Berliner, Hamburger, Londoner, Pariser, Genfer,  Römer (to be continued)&#8230; auch. Und wenn dann so ein gemütlicher Kölner Lust auf gutes Essen verspürt, das nicht dem heimischen Herd entstammt, kann er natürlich auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="left" title="Logo 75x75" src="http://www.colognelife.de/wp-content/uploads/Logo-75x75.jpg" alt="" width="75" height="75" /> Wir würden jetzt nicht behaupten, dass der Kölner an sich faul ist. Er mag es halt manchmal gemütlich, der Kölner: so wie Berliner, Hamburger, Londoner, Pariser, Genfer,  Römer (to be continued)&#8230; auch. Und wenn dann so ein gemütlicher Kölner Lust auf gutes Essen verspürt, das nicht dem heimischen Herd entstammt, kann er natürlich auch in Köln Essen bestellen. Essen bestellen spart das Herausschlüpfen aus dem Schlafanzug, das Nett-Zurechtmachen und sonstige Dinge, die bisweilen wirklich schwer fallen. Feine Sache!</p>
<h3 style="text-align: justify;">Ist ja alles ganz einfach!</h3>
<p style="text-align: justify;">Machen wir uns also die Sache einfach (lecker): Für Essen-Zuhause-als-ob-es-im Restaurant-wäre gibt es schließlich den Lieferservice&#8230; oder gleich zwei, drei vier, viele&#8230; (also wirklich ganz schön viele!) Wer da erst einmal Überblick gewinnen möchte, bei wem man denn in Köln Essen bestellen kann, der nimmt sich am besten einen Scout. Oder einen Helden. Der Lieferheld wäre da vielleicht eine ganz gute Wahl. Und da sich der Lieferheld im Internet tummelt, heißt er nicht Lieferheld, sondern Lieferheld.de.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><span style="color: #008000;">Also merken: <a href="http://www.lieferheld.de/lieferservice-koeln/"><span style="text-decoration: underline;">Lieferheld.de</span></a>.</span></h2>
<h3 style="text-align: justify;">Kulinarische Weltreise im Wohnzimmer in Köln</h3>
<p style="text-align: justify;">Jener bereits beschriebene Lieferheld hilft einem völlig kostenlos bei der Suche nach dem nächsten Pizzadienst in Köln. Und da diejenigen, die in Köln Essen bestellen möchten, manchmal gar keinen Hunger auf Pizza und Pasta haben, zeigt einem der Lieferheld nicht nur Pizza- und Pasta-Lieferservices in Köln. Wer Essen mit Hilfe dieses Helden bestellen möchte, kann sich auch für deutsche, mexikanische, US-amerikanische, thailändische, vietnamesische, chinesische, türkische oder griechische Kost entscheiden. Der kulinarischen Weltreise vom heimischen Wohnzimmer in Köln aus sind mit so einem Lieferhelden also kaum Grenzen gesetzt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Essen bestellen im Internet &#8211; Anfänger und Fortgeschrittene</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei jedem auf Lieferheld.de aufgeführten Essensservice kann man sich die Speisekarte mit Preisen anzeigen lassen und gewünschtes Essen sofort online bestellen. Handys oder Festnetztelefone sind also keinerlei Grundvoraussetzungen für hungrige Menschen. Nach Abschluss der Bestellung gibt man seine Adressdaten ein, die gewünschte der Art der Zahlung (z.B. bar oder Onlinezahlung) und lehnt sich entspannt zurück und wartet ein Weilchen. Irgendwann klingelt es dann. Man öffnet freudestrahlend die Tür, tätschelt beruhigend den eigenen knurrenden Bauch und gibt ihm, was er braucht, bis er einen wieder lieb hat.  Richtig doll lieb! Einfach, nicht wahr?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die kleine Zusammenfassung</h3>
<p style="text-align: justify;"><strong>Problemstellung<br />
</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ich habe Hunger, wohne in Köln und möchte Essen bestellen, weil ich a) nicht selbst kochen möchte (kann) und b) weil das nächste Restaurant meines Vertrauens heute viel zu weit entfernt ist.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lösungsansatz<br />
</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ich begebe mich ins Internet (Grundvoraussetzungen: Computer, Internetanschluss, Browser).</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ich steuere die Seite Lieferheld.de an (Grundvoraussetzungen: siehe 1, sonst praktisch keine)</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ich suche mir einen passenden Dienstleister in Köln aus, bei dem ich mein Essen bestellen werde.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ich bestelle.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ich warte, bis mein Essen geliefert wird.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Ich esse!</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Wenn ich ganz lieb bin, gebe ich meinen Mitbewohnern etwas ab! Wenn ich ganz hungrig bin, überlege ich mir die Sache mit dem Abgeben.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Klar soweit? Falls nicht: Auswendig lernen. Wir fragen später ab! Noch einmal die Adresse zum Gucken, wo ihr Essen in Köln bestellen könnt: <span style="color: #008000;"><strong><a href="http://www.lieferheld.de/lieferservice-koeln/"><span style="text-decoration: underline;">Lieferheld.de</span></a></strong></span>. Das muss jetzt aber reichen!</p>
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		<title>Flashmob – die Kissenschlacht am Kölner Dom</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 08:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Was gibt es Neues?]]></category>
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		<category><![CDATA[Kölner Dom]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkissenschlachttag]]></category>

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		<description><![CDATA[Abseits von modernen PC Spielen sind Schlachten nichts Schönes. Auch als einstiger Zivildienstleistender, der niemals ein Schlachtfeld aus der Nähe gesehen hat und darüber nicht traurig ist, erlaube ich mir den Satz jetzt einfach. Schlachten sind NICHTS Schönes! Es sei denn, Kissen kommen als „Waffen“ zum Einsatz. Manchmal schlagen (nicht nur) Kölner nett aufeinander ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Abseits von modernen PC Spielen sind Schlachten nichts Schönes. Auch als einstiger Zivildienstleistender, der niemals ein Schlachtfeld aus der Nähe gesehen hat und darüber nicht traurig ist, erlaube ich mir den Satz jetzt einfach. Schlachten sind NICHTS Schönes! Es sei denn, Kissen kommen als „Waffen“ zum Einsatz.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Manchmal schlagen (nicht nur) Kölner nett aufeinander ein</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Manchmal treffen sich Menschen am Kölner Dom und hauen aufeinander ein. Sie sind dabei sehr engagiert, lachen dabei und sind umgeben von anderen Menschen, die zusehen, filmen, fotografieren. Was sich irgendwie anhört wie eine völlig durchgeknallte Meute aus Hooligans in einer Medien- und Erlebniswelt, die sich ganz heimlich Römische Zirkusspiele zurückwünscht, ist Spaß. Schließlich geht es um eine Kissenschlacht. Und die wurde am zweiten April 2011 an vielen Orten der Welt ausgetragen: etwa in Los Angeles, in Hongkong, Rotterdam, Tel Aviv, London und in zahlreichen Städten mehr und in noch mehr Städten und&#8230; ja, und auch in Köln. <strong>Das Ganze ist ein weltweiter Joke. Und es ist auch eine weltweite Bewegung, ein bewegender Joke und vielleicht mehr. Vielleicht?!</strong></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Der Weltkissenschlachttag</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Anlass für solche Kissenschlachten ist der ausgerufene International World Pillow Fight Day (Weltkissenschlachttag), der in diesem Jahr am zweiten April stattfand. Weltkissenschlachttag also! Warum auch nicht? Es gibt ganz viele Welttage und da wird für den Weltkissenschlachttag auch noch etwas Zeit übrig sein. Da es allerdings sehr viele Welttage gibt, die irgendwie alle in ein Jahr passen müssen, teilte sich der Weltkissenschlachttag den zweiten April mit dem Weltkinderbuchtag, dem Welt-Autismus-Tag und dem Tag der Islas Malvinas, der allerdings nur auf den Falklandinseln gefeiert wird (danke Wikipedia). Wer all das feiern wollte, hatte einen strammen Zeitplan vor sich! Aber wo ein Wille ist&#8230; und so&#8230; nicht wahr? Oder doch?</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Eine Kissenschlacht mit Philosophie</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">„Einer unserer Ziele ist es, diese einzigartigen Events (die öffentlichen Kissenschlachten) im öffentlichen Raum zu einem wichtigen Teil populärer Kultur zu machen, der teils passiven Konsum ohne soziale Komponente wie Fernsehen ersetzt“, heißt es auf der Seite Pillowfightday.com.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>EINSCHUB: Die hier vorliegende Übersetzung stammt nicht von einem native speaker. Sie fußt auf ansatzweise vorhandenen Englischkenntnissen und den verzweifelten Versuchen durchaus engagierter Englischlehrer, dem Autoren diese Berichts die Weltsprache beizubringen. Nur, damit ihr Bescheid wisst. EINSCHUB ENDE.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Aufgerufen zum Weltkissenschlachttag in Köln wurde auf Facebook. Das Wetter spielte mit, die Kissen hielten eine Weile. <strong>Am Ende flogen Federn durch die Luft und alle gingen zufrieden nach Hause. </strong> Der Kölner Dom nahm die Sache gelassen, wie das meiste, was auf dem Platz vor ihm so passiert (einschließlich Kissenschlachten). Ist schon ein toleranter Kerl, dieser Kölner Dom. Die Kissen produzierende Industrie zählte die Mehreinnahmen  und freut sich auf weitere Flashmob-Events. Alles war gut. <strong>Wenn doch nur jede Schlacht wie ein Flashmob in Köln enden würde.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<h3 style="text-align: justify;">Weiterführende Links</h3>
<p style="text-align: justify;">Offizielle Seite des <strong><a href="http://www.pillowfightday.com/" target="_blank">World Pillow Fight Day</a></strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Facebookseite vom <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=158492024194145" target="_blank"><strong>Kölner Kissenschlachttag</strong></a>.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p><iframe title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/VjCF_H9OVlc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Tierwelten Schau in Köln – der Gunther kommt wieder</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 20:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Was gibt es Neues?]]></category>
		<category><![CDATA[Gunther von Hagens]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Gunther ist ja schon einer, irgendwie, nicht wahr? Der präpariert alles, was irgendwie tot ist und ihm in die Hände fällt. Also, er plastiniert. Und wenn er dann genug präparierte und/oder plastinierte Tote zusammen hat, baut er Körperwelten und kommt auch nach Köln. Jener Gunther ist Gunther von Hagens, Deutschlands berühmtester Plastinator. Bald eröffnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Gunther ist ja schon einer, irgendwie, nicht wahr? Der präpariert alles, was irgendwie tot ist und ihm in die Hände fällt. Also, er plastiniert. Und wenn er dann genug präparierte und/oder plastinierte Tote zusammen hat, baut er Körperwelten und kommt auch nach Köln. Jener Gunther ist Gunther von Hagens, Deutschlands berühmtester Plastinator. Bald eröffnet seine Tierwelten-Schau in Köln.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Gunther von Hagens scheidet die Geister</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Gunther von Hagens scheidet wirklich die Geister. Was die einen Menschen für geschmacklos halten, fasziniert die anderen. Die anderen Menschen sind ganz schön viele. Immerhin kamen zur letzten Körperwelten-Ausstellung in Köln im Zeitraum vom 19. September 2009 bis zum 21. März 2010 etwa 292.000 Besucher. Präparierte Leichen scheinen also auch abseits der Nekrophilie-Szene Freunde zu finden. Seien wir ehrlich: Irgendwie fasziniert die Sache ja tatsächlich. Der Tod ist eins der letzten Mysterien dieser ziemlich mysterienlosen Zeit. In den Körperwelten steht man ihm Auge in Auge gegenüber. Das ist manchmal ein bisschen unheimlich. Aber es ist auch irgendwie spannend.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Die Faszination „Körperwelten“</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das offizielle Ziel der Körperwelten ist ein anderes: „Körperwelten möchten „ein breites Publikum über das Innenleben und die Funktionen des menschlichen Körpers informieren und die Auswirkungen von Krankheiten und Störungen auf die Gesundheit und die eigene Lebensweise aufzeigen“. OK, also Bildungsarbeit! Körperwelten sind Bildungsarbeit. Aber seien wir wiederum ehrlich: Ein ganz kleines bisschen besucht man so als die Ausstellung besuchender Besucher dann vielleicht doch auch, um sich ein klitzekleines bisschen (also wirklich nur ein ganz klitzekleines bisschen) zu gruseln, oder? Ist doch so. Ist das so?</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Auf Körperwelten folgen Tierwelten</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Nun kommt also Gunther von Hagens Ausstellung „Tierwelten“ nach Köln (ab dem 15. April) und hat sich dafür den Zoo als Standort ausgesucht. Als Spötter könnte man behaupten, dass eine Ausstellung mit präparierten, plastinierten (und nicht frittierten) Tieren nach einer Ausstellung mit präparierten, plastinierten (ebenfalls nicht frittierten) Menschen ein Rückschritt in der Ausstellungsevolution ist. Als nächster Schritt kämen dann vielleicht präparierte Einzeller! Da wir keine Spötter sind, halten wir uns an Fakten: Ausgestellt werden zwei Elefanten-Plastinate sowie mehrere Ganzkörpermodelle, etwa von Bär, Hai, Giraffe und Gorilla. Schauen wir uns das an? Vielleicht schauen wir uns auch das an: natürlich aus rein wissenschaftlicher Neugier, obwohl&#8230; vielleicht auch anders. Oder so!</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Ein Kaninchen-Skelett gefällig?</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Wer sich nach der Ausstellung ganz völlig total in tote Tiere verliebt hat, kann sie übrigens auch kaufen, jedenfalls teilweise, also auf die Knochen reduzierte Exemplare: in Gunther von Hagens Onlineshop. Menschliche Schädel und Knochen gibt es dort nur für „qualifizierte Nutzer“. Das sind Leutz, die verkaufsbeschränkte Plastinate „nur zum Zweck der Forschung, Lehre oder der medizinischen, diagnostischen bzw. therapeutischen Berufsausübung verwenden wollen und dies nachweisen können. Grufties zählen nicht zu diesem Personenkreis und müssen sich anderweitig umsehen. Nicht qualifizierte Nutzer können beispielsweise Frosch-, Huhn- oder Kaninchenskelette kaufen. Und wir rätseln weiter: ist das nun faszinierend, geschmacklos, irgendwie cool? Wir rätseln noch eine Weile.</p>
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		<title>Atomkraft, die Titanic und Glaube an höchste Sicherheit</title>
		<link>http://www.colognelife.de/2011/03/atomkraft-die-titanic-und-der-glaube-an-hochste-sicherheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 19:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als die Titanic 1912 in See stach, galt sie als unsinkbar und als Wunder der Technik. Sie war das damals größte Schiff der Welt und sie sank. Zeppeline waren einst der Stolz der Lüfte, bis die Hindenburg 1937 Feuer fing, was 35 Menschen das Leben kostete und eine Ära beendete. Was sagt uns das: Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als die Titanic 1912 in See stach, galt sie als unsinkbar und als Wunder der Technik. Sie war das damals größte Schiff der Welt und sie sank. Zeppeline waren einst der Stolz der Lüfte, bis die Hindenburg 1937 Feuer fing, was 35 Menschen das Leben kostete und eine Ära beendete. Was sagt uns das: Es sagt, dass Menschen immer wieder für ihre Technik höchste Sicherheitsstandards beanspruchen und sich irgendwann gezeigt hat, dass auch höchste Sicherheit keine Katastrophen unmöglich macht. In Bezug auf Atomkraft ist das keine unerhebliche Erkenntnis.</p>
<p>In Japan droht der Super-Gau, der größte anzunehmende Unfall eines Kernkraftwerks: die Kernschmelze. Der Kernbrennstoff schmilzt und bahnt sich seinen Weg aus dem Reaktor ins Freie. Die Folgen: Verstrahlung, steigende Krebsraten, viele Tote. Nach dem Super-Gau in Tschernobyl im Jahr 1986 konnte man hierzulande noch beschwichtigen. Das Kernkraftwerk dort war alt, nicht vergleichbar mit deutscher Kernkraft-Technologie. Und auch das Kraftwerk Fukushima, in dem nun ein Super-Gau droht, ist mit etwa vierzig Jahren Alter nicht eben jung. Man könnte also sagen: Der drohende Super-Gau hat auch etwas mit dem Alter des Kraftwerks zu tun und heutige Sicherheitsstandards sind viel weiter. Dann könnte man sich in Deutschland vielleicht dazu entschließen, zumindest bei den ältesten Kernkraftwerken aus einem Moratorium bald eine komplette Schließung zu machen. Gleichzeitig könnte man sagen, die neueren Kernkraftwerke haben weitaus bessere Sicherheitstechnik und bleiben noch eine ganze (lange!) Weile am Netz. Außerdem ist die Gefahr eines Tsunamis in Deutschland eher gering. Der Super-Gau ist hierzulande ein Gespenst, nicht mehr! Ist das so?</p>
<p>Und nun erinnern wir uns einfach nochmals an die Titanic, an das Wunderwerk der Technik. Der Mensch ist fehlbar, nicht perfekt: Kann etwas von Menschen Geschaffenes perfekt sein? Nein, kann es nicht, weshalb man auch bei Kernkraftwerken von Restrisiko spricht, das bisweilen allerdings im Nanobereich angesiedelt wurde. Alles, was der Mensch baut, birgt das Risiko einer Fehlfunktion, ist nicht für die Ewigkeit, wird von fehlbaren Menschen genutzt. Das darf sicherlich nicht zur kompletten Technikfeindlichkeit führen. Bauen wir am besten nichts, gar nichts? Funktioniert nicht! Aber man wird Risiken und Nutzen sorgsam abwägen müssen und da schneiden Kernkraftwerke wohl doch relativ schlecht ab. Mag man es für noch so unwahrscheinlich halten, dass bei deutschen Kernkraftwerken größere Unfälle geschehen (was ich nicht tue), wenn etwas passiert, sind die negativen Folgen immens. Größer als beim Untergang der Titanic. Größer als beim Feuer, das die Hindenburg zerstörte. Zu groß!</p>
<p>Ich bin kein großer Freund der Kernkraft gewesen, war aber auch nie Aktivist oder jemand, der den Kampf gegen Atomkraft für die dringlichste Aufgabe gehalten hat. Die Geschehnisse in Japan haben aber auch meine Meinung verändert. Niemand kann mir mehr mit höchsten Sicherheitsstandards imponieren. Das Risiko ist zu groß. Ein Ausstieg aus der Kernkraft kann wohl nicht ad hoc geschehen. Die Stromversorgung des Landes muss gewährleistet bleiben. Aber für einen planvollen Ausstieg ohne unnötige (!) Wartefristen müssen jetzt die Wege gebahnt werden. Und Stilllegungen der ältesten Kernkraftwerke in Deutschland sollten über ein Moratorium hinausreichen. Nie mehr ans Netz!  Andere Kernkraftwerke sollten schnellstmöglich folgen.</p>
<p>Meine Gedanken sind bei den Menschen in Japan. Ich hoffe, jeder einzelne von der japanischen und längst nicht vergangenen Katastrophe Betroffene hat die Kraft, weiterzumachen, selbst wenn geliebte Menschen gestorben sind. Das ist hier in Stolberg, weit entfernt von der Katastrophe, einfach gesagt, ich weiß. Wir in Deutschland nehmen Anteil. Vielleicht sollten wir auch lernen.</p>
<p>Autor dieses Artikels und Verantwortlicher ist Ansgar Sadeghi.</p>
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		</item>
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		<title>Der Texter, die Tourismusbranche und die Sinnlichkeit</title>
		<link>http://www.colognelife.de/2010/07/der-texter-die-tourismusbranche-und-die-sinnlichkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 17:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sprache ist bisweilen ein bisschen unzulänglich, finden Sie nicht? Nehmen wir ein Bild oder ein Gemälde: Manchmal sieht man eins und ist hin und weg: ohne zu zögern begeistert. Nehmen wir Musik: Findet man sie gut, dringt sie vielleicht ans Herz, in den Bauch, scheinbar ohne Umweg über den Kopf. Die Füße beginnen zu wippen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Sprache ist bisweilen ein bisschen unzulänglich, finden Sie nicht? Nehmen wir ein Bild oder ein Gemälde: Manchmal sieht man eins und ist hin und weg: ohne zu zögern begeistert. Nehmen wir Musik: Findet man sie gut, dringt sie vielleicht ans Herz, in den Bauch, scheinbar ohne Umweg über den Kopf. Die Füße beginnen zu wippen, der Kopf nickt, die Hüfte kreist. Als Texter träumt man mitunter von so etwas. Texte können nicht derart schnell wirken, sie wollen gelesen werden und das dauert ein bisschen. Selbst gute Texte für den Tourismus duften zudem nicht, sie klingen nicht wie das Rauschen des Meeres, schmecken nicht wie eine gute Paella oder wie ein Glas Rotwein. Man spürt sie nicht wie die Sonne oder wie ein lauer Wind auf der Haut. Bei Texten für den Tourismus ist das besonders schade. Texter produzieren erst einmal nichts Anderes als Buchstaben auf Papier oder in einer Worddatei oder (mittlerweile eher selten) auf Papyrus. Mehr nicht! (Autor des Textes: Texter und Onlinjournalist <a href="http://www.colognelife.de/profile/ansgar-sadeghi/ansgar-sadeghi-%E2%80%93-texter-und-onlinejournalist/">Ansgar Sadeghi</a>)<br />
</strong></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Texte für den Tourismus sollten Lust machen</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Schreibt ein Texter einen Text für den Tourismus, muss er dieses Manko kompensieren. Gute Texte für den Tourismus sind sinnliche Texte. Gewiss, sie bringen auch Fakten, sie erzählen von Sehenswürdigkeiten, von Hotels und Ausflügen. Was aus meiner Sicht aber noch wichtiger ist: Sie machen Lust. Sie machen Lust auf genau jene Urlaubsregion, auf genau jenes Hotel und genau jene Reise, die der Texter gerade beschreibt.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #008000;"><em>Nein, ein Text duftet nicht nach dem blühenden Lavendel der Provence, er schmeckt nicht nach der salzigen Luft am Meer und klingt nicht wie das Zirpen von Zikaden.</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">Aber Texter können ihre Texte für den Tourismus so schreiben, dass beim Leser Bilder entstehen, vielleicht Erinnerungen hervorrufen, die ihrerseits Reiselust und Sehnsucht wecken. Bestenfalls entstehen beim Leser durch den Text mehrdimensionale Bilder von Landschaften und Urlaubsregionen, die sich mit Erinnerungsfetzen von Klängen, Düften und positiven Gefühlen mischen.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Texter sollten das Besondere einer Reiseregion erkennen</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Als Texter muss für einen guten Tourismus &#8211; Text im Kopf auf Reise gehen, muss sich intensiv mit der zu beschreibenden Region beschäftigen, um ihre Besonderheit kennen zu lernen und vermitteln zu können. Stets bei der Beschreibung von Karibikinseln nur (!) auf Traumstrände, blauen Himmel und kristallklares Wasser zu setzen reicht nicht aus (mal abgesehen davon, dass nicht jede Karibikinsel das gleichermaßen bietet!). Vielleicht gibt es die Legende eines Piratenschatzes, die eine Insel für den Tourismus speziell macht, vielleicht offerieren die Bewohner dort besonders gute und leckere Speisen, eventuell bietet die jeweilige Insel wilde Vulkanlandschaften oder fast zahme Stachelrochen. Ein guter Texter sollte so etwas in seinen Text integrieren.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #008000;"><em><strong>Warum hierhin und nicht woanders hin?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: justify;">Diese Frage muss ein Texter in der Tourismus – Branche mit jeder Reisebeschreibung für seinen Auftraggeber beantworten: ob er nun Urlaubsinseln, Städte für Städtereisen oder Regionen beschreibt. Das ist manchmal nicht einfach. Aber es macht Spaß. Texter-Kopfreisen bei Texten für den Tourismus sind (fast!) so schön wie echte Reisen.</p>
<h3>Autor dieses Artikels ist der Texter und Onlinejournalist Ansgar Sadeghi</h3>
<p>Ansgar Sadeghi – <a href="http://www.colognelife.de/profile/ansgar-sadeghi/ansgar-sadeghi-%E2%80%93-texter-und-onlinejournalist/"><strong>Texterprofil auf Colognelife.de</strong></a></p>
<p>Ansgar Sadeghi auf <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100000581836918"><strong>Facebook</strong></a></p>
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		<title>Neuer Bundespräsident: Christian Wulff (und in China fällt ein Sack Reis um?)</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 19:03:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man könnte sich durchaus auf den Standpunkt stellen, es sei völlig egal, wer heute der Bundespräsident der Republik geworden ist. (Um es vorweg zu nehmen: Es ist im dritten Wahldurchgang Christian Wulff geworden!) So richtig ins politische Tagesgeschehen greift der Mensch ja sowieso nicht ein, auch wenn er Gesetze unterschreibt und seine Unterschrift durchaus auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man könnte sich durchaus auf den Standpunkt stellen, es sei völlig egal, wer heute der Bundespräsident der Republik geworden ist. (Um es vorweg zu nehmen: Es ist im dritten Wahldurchgang Christian Wulff geworden!) So richtig ins politische Tagesgeschehen greift der Mensch ja sowieso nicht ein, auch wenn er Gesetze unterschreibt und seine Unterschrift durchaus auch bisweilen verweigert. Das geschah sogar einige Male: So unterschrieb etwa der mittlerweile Ex – Bundespräsident Horst Köhler im Dezember 2006 ein Verbraucherinformationsgesetz nicht, weil er es für unvereinbar mit der Verfassung hielt. Weitere Funktion des Bundespräsidenten: Im Prinzip kann so ein Bundespräsident nach einer Bundestagswahl Hein Blöd als Bundeskanzler vorschlagen, obwohl der gar nicht zur Wahl gestanden hat. Aber ein guter Bundespräsident macht so etwas nicht. Was soll’s also: Ist es nicht komplett unerheblich, wer nun Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ist, unabhängig davon, dass es sich offiziell um das höchste Amt handelt, dass dieser Staat zu vergeben hat? Vielleicht? Vielleicht nicht?</strong></p>
<p>Christian Wulff ist beim dritten Wahlgang zum neuen Bundespräsidenten in  Deutschland geworden. Die Damen und Herren der Regierungsparteien (für  alle, die es nicht mehr wissen: es sind die FDP und die CDU) dürfte  diese schwierige Wahl noch deutlich mehr als zuvor entzweien. Im zweiten Wahlgang zum  Bundespräsidenten gab es nur 615 Stimmen für Herrn Wulff. Hätten alle  aus dem schwarz-gelben Lager zu diesem Zeitpunkt für Christian Wulff  gestimmt, so hätte er 644 Stimmen bekommen. Hat er aber nicht. Vor dem  dritten Wahlgang stieg die Kandidatin der Linkspartei, Luc Jochimsen,  aus, ohne dass sich die Wählenden der Linkspartei mehrheitlich auf die  Seite von Gauck oder Wulff gestellt hätten. Die NPD hatte übrigens auch  jemanden im Spiel, der ebenfalls ausstieg. Anschließend beschloss die  NPD angeblich, für Gauck zu stimmen, was der wohl mit sehr gemischten  Gefühlen aufgenommen hat. Aber er wurde kein Bundespräsident mit NPD &#8211;  Stimmen. Im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff gewählt: mit  einfacher Mehrheit. Sieg in der dritten Runde: glanzlos. Aber ein Sieg  ist letztlich ein Sieg.</p>
<h3><strong>Die Macht des nicht sehr Mächtigen</strong></h3>
<p>Christian Wulff wird nun in seine neue Rolle hineinwachsen müssen. Die wichtigste Bedeutung seines neuen Amtes liegt vielleicht gerade in seiner Ferne von der aktuellen Politik der Regierenden und der Kritik der Opposition. Letztere hat ja immer etwas den Beigeschmack von machtpolitisch motivierter Kritik, weil die Opposition ja eigentlich gar keine Opposition sein möchte, sondern viel lieber auf der Regierungsbank Platz nehmen würde, wenn man sie denn ließe. Man ließ sie nicht! Da könnte man dann auf den Gedanken kommen, die eine oder andere Kritik der Opposition wäre weniger sachlich motiviert als machtpolitisch. Könnte man! Ob das dann so stimmt, mögen andere Menschen beurteilen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Der Bundespräsident schwebt dagegen ein bisschen über allem. Er sitzt fünf Jahre relativ fest in seinem Amt und kann sich loslösen von dem parteipolitischen Geplänkel, auch wenn es natürlich parteipolitisches Geplänkel war (siehe die aktuelle Wahl), das ihn ins Amt gehoben hat. Das macht diesen Menschen irgendwie sympathisch.</strong></em></p>
<p>Er ist vielleicht einer der einzigen Politiker, die sich voll und ganz der Demokratie widmen, die aus ihrer Sicht entscheidende Fehlentwicklungen kritisieren können, ohne dabei allzu sehr auf parteipolitische Zwänge zu achten. Vielleicht ist er daher DER Volksvertreter aller Volksvertreter? Auch – oder gerade – weil er im politischen Alltag so wenig zu sagen hat? Die Frage ist müßig, ob ihn das Volk dann auch wählen sollte: Es wählt ihn nicht. Und es wählt ja sowieso gar nicht mehr so gern! Soll man ihm da wirklich eine weitere Wahl zumuten?</p>
<h3><strong>Und nun?<br />
</strong></h3>
<p><strong><em>Eventuell beginnt jetzt bei den Regierungsparteien eine peinliche Verrätersuche? „Sie haben nicht Wulff gewählt! Gestehen Sie!“ </em></strong></p>
<p>Und Wulff selbst? Christian Wulff wird noch nicht ausreichend vorhandene Sympathien (die war für Herrn Gauck wohl größer) erst einmal gewinnen müssen. Keine einfache Aufgabe! Aber machbar. Er wird sich von parteipolitischem Gezänk loslösen und langsam in die himmlischen Gefilde der echten, der wahren Demokratie aufmachen müssen. (wie immer die aussieht!) Dort kann er wirken. Dort kann er sich profilieren. Und er kann mahnen, wenn Demokraten die Demokratie aushöhlen, auch wenn er faktisch nicht ganz so viele Dinge zu entscheiden hat. Das wäre gut: gut für die Demokratie. Gut fürs Land!</p>
<h3>Nach der Wahl ist vor dem Spiel</h3>
<p>Nun ist die Wahl also vorüber und wir widmen uns wieder anderen Dingen. <strong>Deutschland schlägt Argentinien am Samstag 2:1</strong>&#8230; oder nicht oder fliegt raus&#8230; Das Leben ist (manchmal) ein Drama! Fragen Sie die Engländer!  Krasser Themenwechsel, nicht wahr? Aber so ist das moderne Leben nun einmal!</p>
<p><em>Wie immer: alles nur Meinungsäußerung ohne den Anspruch auf Wahrheit, aber mit dem Anspruch auf Wahrhaftigkeit</em></p>
<h3>Autor dieses Artikel ist der Onlineredakteur und Texter <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100000581836918#!/profile.php?id=100000581836918"><strong>Ansgar Sadeghi</strong></a>.<em><br />
</em></h3>
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		<title>Rupert Neudeck und die Kraft Afrikas in Königsdorf</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 06:51:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Peace Corps]]></category>
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		<description><![CDATA[Rupert Neudeck – der Name klingt auch für manch einen vertraut, der sich eher wenig mit den Geschehnissen von Ländern außerhalb Deutschlands beschäftigt. Fällt dann noch der Name „Cap Anamur“, regen sich bei den meisten zumindest dunkle Erinnerungen. „Da war doch… war da nicht in Vietnam…“ Stimmt! Da war jede Menge: auch nach der Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rupert Neudeck – der Name klingt auch für manch einen vertraut, der sich eher wenig mit den Geschehnissen von Ländern außerhalb Deutschlands beschäftigt. Fällt dann noch der Name „Cap Anamur“, regen sich bei den meisten zumindest dunkle Erinnerungen. „Da war doch… war da nicht in Vietnam…“ Stimmt! Da war jede Menge: auch nach der Zeit Neudecks mit der Cap Anamur. Rupert Neudeck ist am 15. April Gast im Literaturforum Königsdorf, wo er sein neues Buch „Die Kraft Afrikas“ vorstellt. Zeit für Fragen und passende Antworten bleibt dabei natürlich auch. </strong></p>
<p>Nicht jeder mag Rupert Neudeck; israel-network.de nannte ihn 2008 „einen Langweiler, der an seiner Vortrags-Drehorgel die immer gleiche Leier von seinen 4 Pässen und den Schikanen bei der Einreise in sein Lieblings-Feindesland Israel wiederholt“. Rupert Neudeck wird das vermutlich verkraftet haben. Dennoch: Aktionen wie die Sperrung eines Kirchenraums vor einer Lesung aus seinem Buch „Ich will nicht mehr schweigen. Recht und Gerechtigkeit in Palästina“ im Jahr 2006 lassen ihn nicht unberührt.</p>
<h2>„Ich werde aus Liebe zu Israel auch für die Palästinenser schreien“.</h2>
<p>Das schrieb er damals in einer Presseerklärung. Sich gegen israelische Politik zu stellen, heißt für ihn nicht zwangsläufig, sich gegen Israel und vor allem gegen die Israelis zu stellen. Aber ohne Rupert Neudeck würden manche Probleme auf dieser Welt wohl einfach viel tiefer in die Unsichtbarkeit angesichts extremer Nachrichtenfülle rutschen. Schweigen möchte Rupert Neudeck nicht. Bekannt wurde er durch die Cap Anamur, die im Chinesischen Meer Tausende vietnamesischer Flüchtlinge vor Hunger und Tod gerettet hat. <strong><span style="color: #008000;">Rupert Neudeck ist studierter Philosoph, Germanist, Soziologe und katholischer Theologe. Er ist Jesuit, Journalist und ein Mensch, der in der Regel agiert statt zu lamentieren.</span></strong> Er war Mitglied des Vorstands vom Komitee Cap Anamur / Deutsche Notärzte, später dessen Sprecher. In vielen Teilen der Welt unterstützt die Organisation Hilfebedürftige und aufbauende Projekte, Zum Team des Komitees gehören nicht allein Ärztinnen und Pfleger, sondern auch Logistiker und Baufachleute. Eine sinnvolle Unterstützung von Aufbauarbeiten in der ganzen Welt braucht viele Spezialisten.</p>
<h3><span style="color: #008000;">Grünhelme e.V.</span></h3>
<p>Seit 2003 agiert er als Vorsitzender der Organisation Grünhelme e.V. Die Basisidee dieser Organisation stammt bereits aus dem Jahr 1961. Sie fußt auf den von John F. Kennedy damals ins Leben gerufenen Peace Corps. Die existieren bis heute und sollen das gegenseitige Verständnis von Amerikanern und Nicht-Amerikanern fördern, indem US-amerikanische Freiwillige im Ausland tätig werden und in ihren Gastländern Projekte unterstützen. Grünhelme e.V. spricht bewusst von der Idee der Friedenscorps, die aufgegriffen werden soll; das tatsächlich existierende Corps in den USA hat diese Idee nach Ansicht der Grünhelme in den letzten 40 Jahren „im Sumpf von Eigennutz und Luxus“ versacken lassen. Und so versteht sich Grünhelme e.V. als Organisation junger Muslime und Christen „in Deutschland, die beim Aufbau von Dörfern, Häusern und Gotteshäusern, Schulen, Baumschulen und Ambulanzen helfen, wo immer es nötig ist. Die gemeinsame Arbeit fördert das bessere Verständnis zwischen den Angehörigen beider Religionen innerhalb der Grünhelm-Teams und bestenfalls auch dort, wo die Grünhelme für die Bevölkerung anderer Länder arbeiten.</p>
<h2>Reden mag etwas Gutes sein, nur reden eher nicht; gemeinsam etwas zu tun, ist wohl die bessere Variante.</h2>
<p>Das ist wohl ganz im Sinne des mittlerweile über 70 Jahre alten und in Troisdorf bei Köln lebenden  Rupert Neudeck; zur Ruhe mögen sich andere setzen. Es gibt noch einiges zu tun für Herrn Neudeck: als jemand, der handelt, aber auch als jemand, der schreibend handelt und der bisweilen versucht, den Blick der Öffentlichkeit in Teile der Welt zu führen, die ansonsten öfters einmal außen vor bleiben. „Die Kraft Afrikas“ ist solch ein Versuch. „Warum der Kontinent noch nicht verloren ist“ lautet der Untertitel und macht den Blick deutlich, den das Buch bietet. Vielen afrikanischen Ländern geht es nach wie vor schlecht, was einerseits aus der mit Kolonialismus und Sklaverei gespickten Geschichte des Kontinents resultiert, andererseits aus häufiger Misswirtschaft regierender Eliten in jüngerer Vergangenheit und Gegenwart sowie aus einer teils fehlgeleiteten und reformbedürftigen westlichen Entwicklungspolitik.<strong> <span style="color: #008000;">Zugleich lenkt Neudeck den Blick auf das Potenzial Afrikas: auf einen Kontinent voller natürlicher Ressourcen wie Rohstoffe, aber auch Sonne und Wind. Vielleicht vor allem aber auf einen Kontinent, auf dem sich viele Menschen nicht aufgegeben haben, auf dem sie kämpfen für eine bessere Zukunft: zum Wohle jedes einzelnen und aller, die in Afrika leben.</span></strong></p>
<h2>Von der westlichen Welt fordert das Buch mehr Vertrauen: Vertrauen in die Kraft Afrikas.</h2>
<p>Vorgestellt wird das Buch „Die Kraft Afrikas“ heute (15. April 2010) im Rahmen des Königsdorfer Literaturforums. Und ganz im Sinne des Forums, wird es wohl keine reine Frontal-Veranstaltung a la „Einer liest, alle anderen hören zu“ werden. Es wird auch Fragen geben, neugierige Fragen, spannende Antworten und Dialoge. Eventuell geht manch ein Besucher des Forums anschließend mit dem guten Gefühl nach Hause, dass die Welt angesichts der Probleme, mit denen sie konfrontiert ist, nicht komplett in Lethargie und guten Worten verharrt. Jürgen Streich, engagierter</p>
<p><strong>Rupert Neudeck als Gast des Königsdorfer Literaturforums</strong></p>
<p><strong>am Donnerstag, dem 15. April 2010, um 20 Uhr</strong></p>
<p><strong>im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Königsdorf (Ecke Pfeilstr. / Franz-Lenders-Str.)</strong></p>
<p><em>Die Veranstaltung ist kostenlos; ein Kostenzuschuss ist jedoch gerne gesehen und wird somit nicht abgelehnt.</em></p>
<h3>Lesen Sie auch über vergangene Veranstaltungen des Königsdorfer Literaturforums: <a href="http://www.colognelife.de/2010/01/barack-obama-%E2%80%94-yes-he-is-really-good-er-ist-wirklich-gut/">Barack Obama &#8211; Yes, he is really good?</a></h3>
<h3 style="text-align: left;">Weiterführende Links</h3>
<p><a href="http://www.gruenhelme.de/"><strong>Grünhelme e.V.</strong></a></p>
<p><a href="http://www.cap-anamur.de/"><strong>Komitee Cap Anamur / Deutsche Notärzte</strong></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rupert_Neudeck"><strong>Wikipedia-Eintrag über Rupert Neudeck </strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.123people.de/s/rupert+neudeck">Rupert Neudeck auf 123people.de</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.aussichten-online.de/">Journalistenbüro „Aussichten“ von Jürgen Streich</a></strong></p>
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		<title>CologneLife &#8211; Text nach Interview: Artist Orlando (09.04-2010)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 06:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was gibt es Neues?]]></category>
		<category><![CDATA[Alter Wartesaal]]></category>
		<category><![CDATA[Artist Orlando]]></category>
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		<category><![CDATA[Kölner Partyszene]]></category>
		<category><![CDATA[kolumbien]]></category>
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		<description><![CDATA[Erlebter Schmerz kann destruktiv wirken, Depressionen nähren und einem den Tod zum Freund machen. Bei einigen Menschen wird er zur Quelle von Kreativität, verwandelt sich in etwas Positives, speist den Aufbau mehr als den Untergang. Der Künstler, ehemalige Performer, Musiker und Poet „Artist Orlando“ aus Köln kennt beide Varianten. Mit siebzehn sprang er von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erlebter Schmerz kann destruktiv wirken, Depressionen nähren und einem den Tod zum Freund machen. Bei einigen Menschen wird er zur Quelle von Kreativität, verwandelt sich in etwas Positives, speist den Aufbau mehr als den Untergang. Der Künstler, ehemalige Performer, Musiker und Poet „Artist Orlando“ aus Köln kennt beide Varianten. Mit siebzehn sprang er von der Autobahnbrücke, um zu sterben. Erfahrungen als Straßenkind in Bogota (Kolumbien), der Verlust der eigenen Eltern: All das wirft man nicht weg wie ein altes Taschentuch. Die tiefen Depressionen sind mittlerweile Vergangenheit: Geblieben ist ein Mensch, der sich selbst als melancholisch bezeichnet und der doch auf andere oftmals aufbauend und sehr positiv wirkt. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt!</strong></p>
<p>Artist Orlando begann frühzeitig, die Malerei zu entdecken. Später kamen Performance, Musik und Poesie dazu. Mit all dem, was er tut, erzählt er Geschichten, die dem eigenen Leben entstammen und stetig neu verpackt sind. <strong><span style="color: #008000;">Vielleicht macht dieser Mensch keine Kunst: Er lebt und erlebt sie?</span></strong> Das ist seine Philosophie. Das und die Fähigkeit, zuzuhören, die Geschichten anderer Menschen kennen zu lernen. Arroganz ist ihm fremd, die Freiheit zu handeln schon viel eher seins. Er hat sie nie aufgegeben. Auch 1994 nicht, als der Besitzer einer Essener Galerie mit seiner Frau zu ihm kam. Im Koffer der beiden lagen damals 60.000 Deutsche Mark. <span style="color: #008000;"><strong>„Das Geld gehört dir“, hatte der Galerist gesagt, „aber deine Gedanken fortan mir“. Aus Sicht von Orlando war es ein sehr angenehmes Gespräch mit zwei ausgesprochen sympathischen Menschen. Das Geld lehnte er dennoch ab und er sah die beiden nie wieder.</strong> </span>Diese Freiheit, die Orlando sich nahm, vermochte zu beeindrucken: etwa jenen etablierten Künstler und Zahnarzt, den er erstmals besuchte und der zu so etwas wie seinem Mentoren wurde. „Wir wollen alle so sein wie du“, sagte er. „Du machst einfach.“ Das bedeutete wohl soviel wie: „Du lässt dir deine Freiheit nicht nehmen“.</p>
<h3><strong>Frühe Kindheit in Bogota</strong></h3>
<p>Er machte einfach und er macht bis heute, ohne seine Gedanken kaufen zu lassen. Dabei hätte man durchaus verstehen können, wenn Artist Orlando sich damals anders entschieden hätte. Dass er in jüngsten Kindestagen eine Phase bitterer Armut durchlebt hat, ist wohl deutlich untertrieben. Von seiner Familie getrennt, erlebte der Kolumbianer indianischer Abstammung ab einem Alter von drei Jahren insgesamt etwa drei Monate lang das Leben eines Straßenkindes in Bogota.</p>
<h2>Bisweilen liest man als Mitteleuropäer, was es heißt, dort als Straßenkind zu leben. Das reicht aber wohl nicht aus, um es sich komplett vorzustellen.</h2>
<p>Artist Orlando spricht von einer Zweitgesellschaft abseits der offiziellen kolumbianischen Gesellschaft, wenn er über die Straßenkinder in Bogota redet. Er spricht von Kindern, an die kaum jemand mehr herankommt, von 10.000 Kindern, die bereits 1972 auf den Straßen von Bogota gelebt haben, von Kindern, die in der Kanalisation hausen und die bisweilen Geld bekommen, um andere Straßenkinder zu erschießen. Artist Orlando selbst kam aus dieser Hölle heraus und über ein Kinderheim schließlich zu Adoptiveltern in Köln. Seine Welt verwandelte sich. Die Adoptiveltern waren gut situiert und boten ihm materielle Sicherheit. Die Erinnerungen an die Zeit davor aber blieben. Artist Orlando hat Kolumbien bisher nicht mehr betreten.</p>
<h3><strong>Wege zur Kunst&#8230;</strong></h3>
<p><strong>Den Weg zur Kunst fand er wohl im Kinderheim, wo er erstmals seine Leidenschaft für die Farben entdeckte. Seinen eigenen Stil fand er nach eigenen Worten bereits mit 15. Als er seinen Adoptiveltern schließlich offenbarte, als Künstler leben zu wollen, erntete er Skepsis: <span style="color: #008000;">„Ohne unser Geld schaffst du es nicht“.</span> Manchmal beflügeln solche Worte, weil man beweisen möchte, dass es doch geht. Manchmal ziehen sie einen tief runter und zwingen zur Aufgabe. Auf Orlando hatten sie nach eigenen Worten keine Wirkung: keine positive, keine negative. Eine Weile lang führte er ein Doppelleben: teils als Künstler, teils in eher normalen Jobs, doch der Künstler gewann die Oberhand. Zugleich entdeckte Artist Orlando das Nachtleben und führte fortan ein Leben mit zwei ganz unterschiedlichen Bereichen: die Nacht hatte ihr eigenes Gesicht; der Tag ebenso. Berührungspunkte gab es kaum.</strong></p>
<h3><strong>&#8230; und ins Leben der Nacht</strong></h3>
<p>Ursprünglich der Punkszene nahe, entführte ihn eine damalige Freundin irgendwann in den Alten Wartesaal in Köln. Und wieder war es eine neue Welt, die Orlando entdeckte: Das kraftvoll Destruktive des Punks blieb außen vor, wenngleich es für Orlando nicht den radikalen Bruch mit diesem Musikstil bedeutete. Der Alte Wartesaal: Für Orlando eine Welt lachender und freundlicher Menschen, eine Atmosphäre voller positiver Stimmung, in die er sich hineinwarf, ausgelassen tanzend. Die Türsteherin des Clubs, Freundin jenes bereits erwähnten Zahnarztes und Künstlers, entdeckte ihn: Orlando wurde Performer und ein Paradiesvogel der Kölner Szene. <span style="color: #008000;"><strong>Einer, der bisweilen an Lampen hochkletterte, der auf der Tanzfläche Gedichte schrieb und der bisweilen mit Irokesenschnitt, umgehängten fünfzehn Kilogramm schweren Ketten sowie nacktem Oberkörper im Supermarkt einkaufte.</strong></span> Später arbeitete er als Barkeeper und drückte auch diesem Job einen ganz eigenen Entertaining-Stil auf.</p>
<h2>Vor allem aber war er jemand, der bei all dem Schillern und all dem Glanz authentisch wirkte.</h2>
<p>Er war jemand, der auch einmal vor 1.500 Leuten weinte, weil er sich danach fühlte, der zum Geburtstag eines Freundes im Kölner Gloria mitten in einer Party die Musik stoppen ließ, um eine Fabel vorzulesen und anschließend zu gehen. Überraschungen präsentierte Orlando immer wieder, ohne dass es bei ihm aufgesetzt wirkte.</p>
<h3><strong>Begegnungen</strong></h3>
<p><strong><span style="color: #008000;">Niemals auf andere herabsehen!</span> Auch das gehört zu seinen Prizipien. Er selbst hat viel Lebenserfahrung im Lauf der Zeit gesammelt: Extreme Armut gehörte ebenso zu seinem Leben wie der Reichtum seiner Adoptiveltern. Doch eine große Lebenserfahrung mag wertvoll sein, aus seiner Sicht macht sie Menschen nicht besser als andere. Er schätzt die Begegnung und setzt sich auch hier keine Grenzen. So erinnert er sich an drei, vier Begegnungen mit einem Neonazi, bei dem Mensch auf Mensch traf, obwohl ideologisch gemauerte Gegensätze irgendwie dennoch unüberbrückbar blieben. Am Ende gaben sich beide Gesprächspartner feierlich die Hand. „Schön, dich kennen gelernt zu haben, </strong><strong><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #008000;">das Gespräch mit dir war toll“, lauteten die Abschiedsworte, „aber komm nie nach Ostdeutschland, denn dort muss ich dich umbringen“.</span> </span>Artist Orlando ist trotz dieser Abschiedsworte bis heute von den damaligen Gesprächen beeindruckt.</strong></p>
<h3><strong>Abschied und Anfang</strong></h3>
<p><span style="color: #008000;"><strong>Am sechsten März 2010 erklärte Artist Orlando seinen Abschied aus der Kölner Nachtszene.</strong></span> Es stieg eine letzte Party, tags drauf kam seine  Erklärung, keinen Club mehr betreten zu wollen. Diese Nachricht kam überraschend für alle, die ihn kennen; wie so vieles, was Artist Orlando macht. Sein Abschied war wohl auch eine Art Tribut an ein exzessives Leben in der Partyszene, in dem auch Drogen mitunter ihre Rolle spielten. Abschied bedeutet jedoch nicht den Rückzug in die Inaktivität. Unter anderem soll nun ein Bungalow in einer Halle entsteht, bei dem Einblick übers Internet gewährt wird. Artist Orlando möchte zeitweise in ihm wohnen, arbeiten, tanzen. <strong><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #008000;">Zwei DJs, so plant er, sollen alleine für ihn spielen.</span> </span></strong>Es wird wohl noch einiges mehr geben, was man von Artist Orlando in Zukunft sieht. Wie sagt man: Ein Abschied ist auch immer ein Anfang.</p>
<h3>Mehr zu Artist Orlando? Lesen Sie auch den Artitel <a href="http://www.colognelife.de/2010/04/artist-orlando-koln-%E2%80%94-ein-kunstler-mitten-drin-statt-obenauf/"><strong>&#8220;Artist Orlando Köln — ein Künstler mitten drin, statt obenauf&#8221;</strong></a> und schauen Sie sich das Video <a href="http://www.colognelife.de/2010/04/clifecologne-prasentiert-sie-von-artist-orlando/">&#8220;Sie&#8221;</a> von Artist Orlando an.</h3>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="227" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10302990&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="227" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10302990&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/10302990">Robert Babicz Sonderbeat Gold 2010 Alter Wartesaal Sonderbar Stuckbar Köln</a> from <a href="http://vimeo.com/user3367119">Artist Orlando</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>1minute bewegt Köln — spontaner Tanz, auf Video gebannt</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 15:54:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn Menschen ausgelassen tanzen, tanzen auch ihre Glückshormone. Selten waren Partys derart voller Leben. Tanzen Menschen aus Trauer, entsteht eine Wärme, die ihr Frösteln vertreibt. Sie kann Schmerz nicht lindern, doch sie gibt ihm Ausdruck. Es ist die Chance auf Heilung. Tanzen hat etwas Magisches. Wenn Menschen in Köln auf den Straßen tanzen, ist Karneval. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Menschen ausgelassen tanzen, tanzen auch ihre Glückshormone. Selten waren Partys derart voller Leben. Tanzen Menschen aus Trauer, entsteht eine Wärme, die ihr Frösteln vertreibt. Sie kann Schmerz nicht lindern, doch sie gibt ihm Ausdruck. Es ist die Chance auf Heilung. Tanzen hat etwas Magisches. Wenn Menschen in Köln auf den Straßen tanzen, ist Karneval. Oder Silvester. CSD. Oder Deutschland (die Türkei, Italien, Spanien&#8230;) gewinnt ein Fußball-Weltmeisterschaftsspiel. Oder&#8230; „1minute bewegt Köln“ bewegt sich gerade durch Köln. Auch möglich! Auch schön!</strong></p>
<p>Was passiert, wenn ein Mensch auf einer Straße oder einem Platz in Köln plötzlich anfängt zu tanzen? Es können so viele Dinge passieren. Manch einer wird schauen, als begegne er einem Mysterium. Dann wird er vielleicht an Drogen denken oder an Ausbrüche aus Heilanstalten: Sollte es noch andere Gründe geben, warum jemand tanzt? Einfach so? Grundlos? Andere werden beginnen zu lächeln.</p>
<h2>Tanzen kann anstecken. Es kann fröhlich machen. Und dann fliegt das Lächeln von Gesicht zu Gesicht und auch Regentage gewinnen an Helligkeit.</h2>
<p>„1minute bewegt Köln“ ist mit der Videokamera in Köln unterwegs und lässt Kölner tanzen. Vor der Kamera. Einfach so. Mitten auf der Straße. Wahrscheinlich wird es Menschen geben, die abwinken. Es mag nicht für alle leicht sein, in der Kölner Öffentlichkeit loszutanzen. Manche machen es und werden auf Video gebannt. Die Ergebnisse sind beispielsweise auf YouTube zu sehen.</p>
<h3><strong>1minute bewegt Köln ist was? </strong></h3>
<p>Die drei Frauen Beatriz Boada, Fernanda Lima und Bettina Nampé leiten das Projekt. Die in Peru geborene Beatriz Boada studiert an der Kunsthochschule in Köln mit den Schwerpunkten Fotografie, Skulptur und Video. Bettina Nampé arbeitet wie die Brasilianerin Fernanda Lima als Tänzerin und Choreografin in Köln. Beide choreographieren unter anderem das Projekt Limpé Moves. Am Projekt „1minute bewegt Köln“ reizt sie der individuelle Bewegungsstil, den Menschen beim Tanz entwickeln. Mit der Kamera fangen sie diesen Stil ein und setzen ihn online.</p>
<p><strong>Tänzer werden noch gesucht und können sich auf dem Blog des Projekts anmelden.<br />
</strong></p>
<p>Wer passiv bleiben und einfach schauen möchte, kann sich vorerst auf jeden Freitag freuen. Der Freitag ist auserkoren, jeweils Veröffentlichungstermin eines neuen Videos zu sein. Offline präsentieren sie das Projekt am achten Mai im Tanz(h)aus Köln als Videoinstallation, bei der alle Tänzer gezeigt werden: Alles-Was-Tanzt-Gipfel nennt sich das. Freuen wir uns drauf. Schöne Idee! Gute Sache!</p>
<h3>Weiterführende Links</h3>
<p><a href="http://1minutebewegt.blogspot.com/"><strong> Blog des Projekts</strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/1minutebewegt"><strong> YouTube-Kanal des Projekts</strong></a></p>
<p><a href="http://twitter.com/1minutebewegt"><strong>Twitter-Account</strong></a></p>
<p><a href="http://www.tanzaus-koeln.de/"><strong>Tanz aus Köln</strong></a></p>
<h3>Wer nach Video-Projekten sucht, findet vielleicht bei der <a href="http://www.colognelife.de/2010/01/filmstube-koln-sucht%E2%80%A6-komparsen-schauspieler-leute-fur-kamera-regie%E2%80%A6/">Filmstube Köln</a> das Richtige?</h3>
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		<title>Was macht eigentlich&#8230; Jürgen Zeltinger?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 13:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colognereportadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was gibt es Neues?]]></category>
		<category><![CDATA[Asi mit Niwoh]]></category>
		<category><![CDATA[De Plaat]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Zeltinger]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Kölschrock]]></category>
		<category><![CDATA[Zeltinger Band]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen Ende der siebziger Jahre enterte eine Band die Kölner Musikszene, deren Frontmann als Schlagersänger wohl das falsche Metier gewählt hätte. Glatze, Schnauzbart, ein bisschen beleibt (eigentlich mehr als ein bisschen!) und insgesamt ein Aussehen, das ihm bei der Wahl zu Mutters liebstem Schwiegersohn maximal Außenseiterchancen einräumen würde. Aber Jürgen Zeltinger trat ja auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gegen Ende der siebziger Jahre enterte eine Band die Kölner Musikszene, deren Frontmann als Schlagersänger wohl das falsche Metier gewählt hätte. Glatze, Schnauzbart, ein bisschen beleibt (eigentlich mehr als ein bisschen!) und insgesamt ein Aussehen, das ihm bei der Wahl zu Mutters liebstem Schwiegersohn maximal Außenseiterchancen einräumen würde. Aber Jürgen Zeltinger trat ja auch nicht als Schlagersänger an. Und er hatte wohl auch niemals vor, beim Schwiegersohn-Contest den ersten Preis zu machen. </strong></p>
<p>Er hätte wohl nicht einmal dann teilgenommen, wenn dort auch Männer zugelassen sind, die Männer lieben. Jürgen Zeltinger macht keinen Hehl daraus, homosexuell zu sein. Und er macht auch keinen Hehl daraus, Jürgen Zeltinger zu sein: so, wie er einfach ist. Dafür rockte er Köln mit der Zeltinger Band und wurde der „Asi mit Niwoh“ der Kölner Musikszene. Die Karriere der Zeltinger Band begann im Karneval; genauer gesagt an Weiberfastnacht im Jahre 1979 und zwar im Nachtclub Roxy.</p>
<h3>[Allein durch die Sache mit dem Nachtclub hätte Zeltinger alle Chancen beim klassischen Schwiegersohn-Contest vergeigt]</h3>
<p>Dem Publikum gefiel der Karnevalsauftritt derart gut, dass direkt neunzehn weitere Auftritte während der Zeit des Kölner Karnevals folgten. [wir danken Wikipedia für diese Informationen]. In der Karnevalsmusik lagen die Wurzeln der Zeltinger Band allerdings definitiv nicht. Zeltinger sang und singt zumeist auf Kölsch, also in dem den Einwohnern der großen Stadt am Rhein mit dem Dom und ganz vielen netten Leuten und dem Gürzenich und so eigenen Dialekt. „De Plaat im Roxy &amp; Bunker live“ hieß das erste Album der Zeltinger Band. Wir dürfen übersetzen: „Der Glatzkopf (op Kölsch: de Plaat) in zwei Kölner Clubs ohne Playback (englisch: live)“. Gecovert und mit kölschem Text versehen wurden beispielsweise ein Song der Ramones und einer von Lou Reed. Und auch  gutes altes deutsches Liedgut erstrahlte bei der Zeltinger Band im neuen Glanz. Interessante Cover-Versionen würde es neben eigenen Stücken auch in den kommenden Jahren immer wieder bei der Zeltinger-Band geben.</p>
<h3><strong>Der Zeltinger-Boom</strong></h3>
<p>Was folgte war ein kleiner oder auch mittelgroßer oder mittel- bis fast-ganz-großer Zeltinger-Boom. Die Band trat mit den „Boomtown Rats“ auf. Jürgen Zeltinger stand auf einer Bühne mit Tina Turner. Er frühstückte mit Barbara Valentin und Freddy Mercury und soll Mercury vor der Polizei gerettet haben. Der „Asi mit Niwoh“ (Song der Zeltingerband) wurde salonfähig und verlor sich dabei nicht. Zeltinger spielte mit dem Image, nicht ganz als Partygast in gehobenen Kulturkreisen durchzugehen. Wie war das?</p>
<h2>„Wir bleiben unserem Grundsatz treu: schwul, pervers und arbeitsscheu“ (aus „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=IBoyi5xwWsM"><em>Kölsche Junge</em></a>“)</h2>
<p><strong>Die Liste der Mitglieder und Ex-Mitglieder der Zeltinger Band ist lang. Zur Band gehörten etwa die Gitarristen Arno Steffen und der 2009 verstorbene Alex Parche sowie der Schlagzeuger Jaki Liebezeit (ehemals bei CAN), um nur drei von vielen zu nennen.</strong></p>
<h3><strong>Steigende und sinkende Sterne</strong></h3>
<p>Irgendwann wurde es stiller um Jürgen Zeltinger. Sein Name tauchte seltener bis fast gar nicht in den Medien auf, auch in den Kölner Medien. Der Stern der Zeltinger Band sank wie der Stern von Jürgen Zeltinger selbst. Einst kam der große Erfolg. Dann ging er wieder. Ganz still. Und die Medien zogen weiter. 2009 kamen zumindest sie eine Zeitlang zurück. Die Zeltinger Band wurde 30 und Jürgen Zeltinger selbst 60. Emi Music Germany presste dafür aus den drei ersten Alben der Zeltingerband CDs: „De Plaat im Roxy und Bunker Live“, „Schleimig“ und „Der Chef“ konnten nun erstmals im Digitalsound gehört werden.</p>
<h3><strong>De Plaat lebt!</strong></h3>
<p>Gleiches gilt für die Zeltinger Band. Das merkt man noch mehr an ihrer Myspace-Seite als an der offiziellen Bandseite selbst. Zeltinger ist wohl auch mit über 60 nicht „Jedermanns Liebling“ geworden. Und wahrscheinlich wollte er es auch niemals sein. Den Titel „Kölsches Urgestein auf Lebenszeit“ wird ihm allerdings niemand absprechen können. Und Auftritte mit Band werden ihm auch nicht verboten. Und so tourt die Zeltinger-Band 2010: so, wie sie über Jahrzehnte tourte. Es sind nur kleine Bühnen, auf denen Zeltinger 2010 rockt. Aber er rockt! Gut zu hören.</p>
<h3>Weiterführende Links</h3>
<p><a href="http://www.myspace.com/zeltingerband"><strong>Zeltinger-Band auf Myspace</strong></a></p>
<p><a href="http://www.zeltinger-band.de/"><strong>Offizielle Seite der Zeltinger Band</strong></a></p>
<h2>Weitere Musik aus Köln? <a href="http://www.colognelife.de/koln-links/kolner-bands/">Kölner Bands auf Colognelife!</a></h2>
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