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BUND-Projekt: Reben wachsen an Kölner Schulen

1. April 2014 | Von | Kategorie: Bildung-innovativ, Bildung-News, General, Köln-Leute-Prominenz, Schule innovativ

An manchen Kölner Schulen könnten schon bald die ersten Weinreben wachsen. Bis zum 31. März konnten sich die Schulen beim BUND für eine Teilnahme am Projekt zur Begrünung von Kölner Schulhöfen mit Weinreben bewerben. Der BUND wird teilnehmende Schulen im Rahmen der Projektdauer von fünf Jahren dabei unterstützen, die Weinreben nach ökologischen Kriterien anzubauen. An den Schulen wird es Kurse und Workshops zur Vermittlung von Kenntnissen über Rebschnitt geben, mit denen die Schulen das Projekt auch nach dem offiziellen Ablauf weiterführen können. Zudem produzieren Schülerinnen und Schüler im Hauswirtschaftsunterricht aus den Trauben Produkte wie Gelee, Traubensaft und Essig oder weitere nicht-alkoholische Produkte. So bereichert die Arbeit mit den Reben den Unterricht um spannende Elemente und ermöglicht es der Schule, sich durch den Verkauf der Produkte Zusatzeinnahmen zu sichern.

„Rebstöcke für Kölner Schulen“ statt „Wein an jeder Südwand“

Der BUND hat das aktuelle Konzept „Rebstöcke für Kölner Schulen“ in Abstimmung mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen sowie dem Umwelt­- und Verbraucherschutzamt erarbeitet. Die Wurzeln reichen jedoch etwas weiter in die Vergangenheit: Ideengeber ist der ins Projekt involvierte „Stadtwinzer“ Thomas Eichert, der ursprünglich das Projekt „Wein an jeder Südwand“ ins Leben gerufen hatte. Sein Vorschlag, Weinreben an jeder Südwand in Köln zu pflanzen, stammt bereits aus dem Jahr 2009. Der erfolgreiche Hobbywinzer erntet pro Jahr „von einem einzigen Rebstock vor seiner Wohnung im Severinsviertel 50 Kilo Trauben“, aus denen 30 Liter Wein entstehen, berichtete der Kölner Stadtanzeiger am 8. März 2013. Im Rahmen des Projekts „Wein an jeder Südwand“ wollte er sein Wissen weitergeben, fuhr die Zeitung damals fort. Letztlich scheiterte die Sache aber an Sicherheitsbedenken. Nun gibt es aber eine Realisierung in anderer Form: durch das Projekt „Rebstöcke für Kölner Schulen“.

Nachdem zuletzt der Ausschuss für Umwelt und Grün und der Finanzausschuss ihr OK für das Projekt gegeben haben, stehen für „Rebstöcke für Kölner Schulen“ während der fünfjährigen Projektdauer insgesamt 50.000 Euro aus dem Kölner Bürgerhaushalt zur Verfügung. Zur Anpflanzung empfohlen, werden laut einer Ratsinformation der Stadt Köln die rote Rebsorte „Muskat Bleu“ sowie die weiße Sorte „Palatin“. Kölner Schulen konnten sich für eine Projektteilnahme bewerben, indem sie einen online verfügbaren Fragebogen ausgefüllt haben. Mit dem Fragebogen wurde beispielsweise abgefragt, ob die Schule einen Schulgarten besitzt, ob es eine Schulgarten-AG und Hauswirtschaftsunterricht an der Schule gibt und ob die Schule über eine Küche verfügt. Die Entscheidung, welche Schule am Projekt teilnehmen fällt am vierten April, schreibt der BUND.

Die Früchte eigener Arbeit

Für die Schülerinnen und Schüler teilnehmender Schulen bietet das Projekt einerseits die für Stadtkinder eher seltene Chance, einmal landwirtschaftliche Arbeit kennen zu lernen und sich darüber hinaus mit Vorteilen und Herausforderungen des ökologischen Landbaus zu beschäftigen. Ein weiterer Vorteil besteht in der Erfahrung der Kinder, aus eigener praktischer Arbeit Produkte herzustellen, die anschließend selbst genutzt oder verkauft werden. Das zeigt ihnen, dass ihre Arbeit und ihr Engagement von Erfolg gekrönt sind und kann so auch ihr Selbstbewusstsein fördern. Erstaunlich, was Reben bisweilen vermögen.

 

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Themenlinks

Pressemitteilung von BUND zum Projekt „Rebstöcke für Kölner Schulen“

BUND Konzept für „Rebstöcke für Kölner Schulen“

Kölner Stadtanzeiger über den Stadtwinzer Thomas Eichert und „Wein an jeder Südwand“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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