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Flashmob – die Kissenschlacht am Kölner Dom

3. April 2011 | Von | Kategorie: Köln - Angebote und Produkte

Abseits von modernen PC Spielen sind Schlachten nichts Schönes. Auch als einstiger Zivildienstleistender, der niemals ein Schlachtfeld aus der Nähe gesehen hat und darüber nicht traurig ist, erlaube ich mir den Satz jetzt einfach. Schlachten sind NICHTS Schönes! Es sei denn, Kissen kommen als „Waffen“ zum Einsatz.

Manchmal schlagen (nicht nur) Kölner nett aufeinander ein

Manchmal treffen sich Menschen am Kölner Dom und hauen aufeinander ein. Sie sind dabei sehr engagiert, lachen dabei und sind umgeben von anderen Menschen, die zusehen, filmen, fotografieren. Was sich irgendwie anhört wie eine völlig durchgeknallte Meute aus Hooligans in einer Medien- und Erlebniswelt, die sich ganz heimlich Römische Zirkusspiele zurückwünscht, ist Spaß. Schließlich geht es um eine Kissenschlacht. Und die wurde am zweiten April 2011 an vielen Orten der Welt ausgetragen: etwa in Los Angeles, in Hongkong, Rotterdam, Tel Aviv, London und in zahlreichen Städten mehr und in noch mehr Städten und… ja, und auch in Köln. Das Ganze ist ein weltweiter Joke. Und es ist auch eine weltweite Bewegung, ein bewegender Joke und vielleicht mehr. Vielleicht?!

Der Weltkissenschlachttag

Anlass für solche Kissenschlachten ist der ausgerufene International World Pillow Fight Day (Weltkissenschlachttag), der in diesem Jahr am zweiten April stattfand. Weltkissenschlachttag also! Warum auch nicht? Es gibt ganz viele Welttage und da wird für den Weltkissenschlachttag auch noch etwas Zeit übrig sein. Da es allerdings sehr viele Welttage gibt, die irgendwie alle in ein Jahr passen müssen, teilte sich der Weltkissenschlachttag den zweiten April mit dem Weltkinderbuchtag, dem Welt-Autismus-Tag und dem Tag der Islas Malvinas, der allerdings nur auf den Falklandinseln gefeiert wird (danke Wikipedia). Wer all das feiern wollte, hatte einen strammen Zeitplan vor sich! Aber wo ein Wille ist… und so… nicht wahr? Oder doch?

Eine Kissenschlacht mit Philosophie

„Einer unserer Ziele ist es, diese einzigartigen Events (die öffentlichen Kissenschlachten) im öffentlichen Raum zu einem wichtigen Teil populärer Kultur zu machen, der teils passiven Konsum ohne soziale Komponente wie Fernsehen ersetzt“, heißt es auf der Seite Pillowfightday.com.

EINSCHUB: Die hier vorliegende Übersetzung stammt nicht von einem native speaker. Sie fußt auf ansatzweise vorhandenen Englischkenntnissen und den verzweifelten Versuchen durchaus engagierter Englischlehrer, dem Autoren diese Berichts die Weltsprache beizubringen. Nur, damit ihr Bescheid wisst. EINSCHUB ENDE.

Aufgerufen zum Weltkissenschlachttag in Köln wurde auf Facebook. Das Wetter spielte mit, die Kissen hielten eine Weile. Am Ende flogen Federn durch die Luft und alle gingen zufrieden nach Hause. Der Kölner Dom nahm die Sache gelassen, wie das meiste, was auf dem Platz vor ihm so passiert (einschließlich Kissenschlachten). Ist schon ein toleranter Kerl, dieser Kölner Dom. Die Kissen produzierende Industrie zählte die Mehreinnahmen  und freut sich auf weitere Flashmob-Events. Alles war gut. Wenn doch nur jede Schlacht wie ein Flashmob in Köln enden würde.

Weiterführende Links

Offizielle Seite des World Pillow Fight Day.

Facebookseite vom Kölner Kissenschlachttag.

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