Köln — einmal nicht so gut und einmal… gut
22. Juli 2009 | Von colognereportadmin | Kategorie: Was gibt es Neues?Rankings sind klasse. Wir lieben Rankings. Sie haben so etwas Sportliches, so etwas Spannendes: So wie die Bundesligatabelle. Oder die Musikcharts. Und wenn Köln in solch einem Ranking auftaucht, sind wir natürlich dabei und schauen uns die Sache an und… sind etwas enttäuscht oder erfreut oder so. Die beiden Rankings, die wir uns angesehen haben, zeigen für Köln nämlich ganz unterschiedliche Ergebnisse.
Ranking 1
Das Wirtschaftsmagazin Capital vergleicht alle zwei Jahre die sechzig größten Städte Deutschlands in Bezug auf Prognosen zur Wirtschaftskraft, zur Bevölkerungsentwicklung und zur Kaufkraft pro Kopf. 2009 war es wieder soweit. Wer als Kölner hoffnungsvoll auf das Ranking schaute, mag sich etwas enttäuscht abgewendet haben. Köln rangiert dieses Mal nur auf Platz 15, während im Jahr 2007 noch der fünfte Platz errungen werden konnte. Münster schnitt da 2009 viel besser ab (Rang DREI). Bonn auch (Rang SECHS). Und Düsseldorf (Rang ZEHN). Rang EINS und ZWEI gebührten den Städten Hamburg und München. Schauen wir uns die konkreten Zahlen für Köln an: Die Wirtschaftskraft soll um 7,6% wachsen (Hamburg: 13,5%). Das Bevölkerungswachstum soll bei 2,6 % liegen und damit um 0,1 Prozentpunkte stärker sein als in Hamburg, allerdings zugleich bedeutend schwächer als in München (5%). Bleibt die Kaufkraft pro Kopf: In Köln soll hier eine Steigerung um 6,4% erreicht werden. Hamburg und München schlagen dagegen mit elf beziehungsweise 10,1% zu Buche. Platz 15 mag für Köln bei 60 verglichenen Städten nicht schlecht sein, aber ein Absturz um 10 Rangstufen schmerzt den Lokalpatrioten dann doch etwas.
Ranking 2
Das Zeit-Magazin hat einmal die Städte aufgelistet, in denen Deutschlands 50 Topmaler und -bildhauer leben und arbeiten. 19 von ihnen sind in Berlin Zuhause, zwölf in Düsseldorf und elf… ja, elf kommen aus Köln. Platz DREI. Was lernen wir daraus? Köln ist eine Künstlerstadt, mit der es wirtschaftlich abwärts geht? Oder vielleicht doch nur: Rankings taugen zum Zeitvertreib? Oder… irgendetwas zwischen diesen beiden Aussagen? Wir wissen es noch nicht. Und vielleicht… werden wir es niemals wissen. Wer weiß?



