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Michael Jackson ist tot!

26. Juni 2009 | Von colognereportadmin | Kategorie: General, Was gibt es Neues?

1997. Das Kölner Fußballstadion, damals noch Müngersdorfer Stadion genannt, hatte einen ganz besonderen Gast. Es war kein Ballkünstler, kein „Bomber der Nation“, kein Flügelstürmer, Spitzentorwart oder -verteidiger. Es war ein König: Der King of Pop. Michael Jackson. Köln wird Michael Jackson definitiv niemals wieder sehen. Der King of Pop verstarb gestern an einem Herzstillstand.


50 Jahre ist er alt geworden und vielleicht dennoch auch immer irgendwie Kind geblieben. Nach einem Notruf am Donnerstag um 12.26 Uhr hatten ihn Rettungssanitäter am Boden seines Hauses in Los Angeles gefunden. Er atmete nicht mehr und wurde ins UCLA Medical Center der Stadt transportiert, wo er an seinem Herzstillstand verstarb.

Ein getriebener Star?
Ob er wohl glücklich war, irgendwann? Es mag Zeiten gegeben haben, Momente, aber Jackson wirkte eigentlich stets so, dass man das Gefühl bekam, einen Getriebenen, Rastlosen zu sehen, der stetig an dem arbeitete, was er für Perfektion hielt und was es manchmal vielleicht nicht war? Sein natürliches Aussehen wandelte sich im Lauf der Zeit in etwas, das einer Kunstfigur glich. 1958 wurde er geboren: Mitten hinein in eine Familie mit insgesamt zehn Kindern. Der Ehrgeiz des Vaters trieb die Kinder in Talentwettbewerbe und er trieb einige auch zum Erfolg. The Jackson Five, später The Jacksons genannt, verzeichneten große Erfolge zu Beginn der Siebziger. Jermaine und LaToya Jackson tauchten im Lauf der Zeit immer einmal in den Charts auf. Niemand aus dem Jackson-Clan legte allerdings eine derartige Karriere hin wie Michael.

Thriller und Bad
Er war der King of Pop, ganz ohne Zweifel. In den 80ern gab es unter den männlichen Popstars Michael Jackson, dann erst einmal nichts. Madonna mag, was Berühmtheit anging, sein Pendant auf weiblicher Seite gewesen sein. Pünktlich zur Weihnachtszeit am ersten Dezember 1982 kam „Thriller“ auf den Markt, das bis heute meistverkaufte Album der Welt mit Songs wie „Thriller“, „Beat it“ oder „Billie Jean“. Das Album „Bad“ erschien 1987.

Legendäre Bühnenshows und Vorwürfe
Jacksons Bühneshows waren spektakulär; Michael Jackson war Sänger, Tänzer, der mit dem „Moonwalk“ unvergessen bleibt, ein genialer Performer. 1997 in Köln etwa trug er ein futuristisches Outfit, dann einen Anzug und wieder einen anderen Anzug, er sang, tanzte, glänzte durch eine perfekte Choreographie. ließ einen Panzer auffahren und begeisterte seine Fans. Damals sah sich Jackson allerdings bereits mit ersten Vorwürfen des Kindesmissbrauchs konfrontiert. Ein erster Prozess endete mit einem Freispruch. 2003 bis 2005 startete eine neue Anklage sowie ein neuer Prozess mit Freispruch. Bei einigen blieben Zweifel, was genau gelaufen sein könnte. 2009 sollte es zum Comeback kommen. Er wollte in London auftreten und obwohl er eine Zeitlang weg vom Bühnengeschehen war: Der König rief und die Fans kamen und kauften Tickets. Aus den angekündigten zehn Konzerten wurden geplante 50.

Erinnerung an…
Was bleibt ist die Erinnerung an ein Genie, das unzählige Auszeichnungen erhielt, bei dem man jedoch vielleicht mitunter an den Satz denkt, dass „Genie“ und „Wahnsinn“ nahe beieinander liegen. Man denkt an einen Menschen, der viel Gutes getan hat, der etwa die Stiftung „Heal The World“ ins Leben rief. Man denkt aber auch an einen Menschen, der mitunter Mundschutz trug, der im Pyjama bei Gericht erschien und der eigenartig erschien. Eigenartig ist nichts Schlimmes, es ist eine Auszeichnung, aber bei Michael Jackson konnte man nicht sicher sein, dass dies Ausdruck eines Menschen war, der mit sich selbst im Reinen war, sich und sein Leben wirklich liebte. Vielleicht begibt er sich gerade auf eine Reise, findet Ruhe dabei? Wir wünschen es ihm. Auf Wiedersehen Michael.

“Beat it” auf YouTube

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